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TRIEBWERKE HONDA, TOYOTA, SMART Flugzeugtriebwerke aus Automotoren Verschieden Firmen in aller Welt versuchen derzeit, neue Luftfahrttriebwerke auf Basis erprobter Automoto- ren zu entwickeln. Hier einige Beispiele. Viking-Motor für Leichtflugzeuge Rotaxmotoren dominieren die UL-Sze- ne in Europa genauso wie in den USA. Jetzt bietet sich den Motorenkäufern aus dem LSA- und Experimental-Bereich eine Alternative. Die Firma Viking Aircraft Engines aus Edgewater in Florida produziert ihre erste Motorenserie. Hinter der Bezeich- nung Viking HF-110 verbirgt sich ein Hon- da-Großserienmotor, der sonst seine Arbeit in unzähligen Autos und Außenbordern ver- richtet. Der Reihen-Vierzylinder mit 1,5 Li- ter Hubraum liefert 86 kW (Fünf-Minuten- leistung) bei 6600 U/min (2850 Prop-RPM), beziehungsweise 81 kW Dauerleistung bei 5800 Kurbelwellenumdrehungen (2500 Prop-RPM). Bei 75 Prozent der Leistung pro- duziert der Motor 65 kW (1800 Prop-RPM). Für den Einsatz in der Luftfahrt wird der ur- sprüngliche Honda seitlich geneigt einge- baut. Er bekommt ein Zahnrad-Unterset- zungsgetriebe und einen geänderten Ölkreislauf. Statt der originalen Nass-Sumpf- Ölwanne besitzt er ein vom Motor getrenn- 1 n Frankreich sieht man schon seit ein paar Jahren mehrere Motoralternativen zum Antrieb von leichten Luftsportgerä- ten, die einen bekannten Großserienauto- mobilmotor aus Modellen von Toyota, Peu- geot und Citroen als gemeinsame Herkunft haben. Es handelt sich um einen Reihen- Dreizylindermotor mit vier Ventilen pro Zy- linder, einem Hubraum von 989 ccm, einer doppelten oben liegenden Nockenwelle und elektronischer Treibstoffeinspritzung. So liefert die seit einem Jahr auf dem Markt präsente Firma JLT Motors aus dem französischen Boos nach drei Jahren Ent- wicklungsarbeit den Motor Ecoyota, des- sen Name aus „Economic-Toyota" abgelei- tet wurde. Eine Einstiegsvariante Cub liefert 80 PS (60 kW), die 5-Version bietet 90 PS „Ecoyota" kommt von Economic-Toyota. Der Viking HF-110 beruht auf einem Honda. tes ölsammelgefäß. Der Viking HF-110 äh- nelt mit seinen Einbaumaßen ebenso wie mit seinen Leistungs- und Gewichtsdaten dem etablierten Rotax 914UL. Komplett mit allen Flüssigkeiten, Kühlem und einer 40-A- Lichtmaschine wiegt er 81 kg. Jan Eggen- fellner, Besitzer der Firma Viking Aircraft Engines, liefert den HF-110 als „Firewall- Foreward"-System, was bedeutet, dass der Kunde eine komplette Motorlösung samt (66 kW) und die neueste Variante Com- press trumpft mit 120 P5 (88 kW) auf. Die ersten zwei Modelle sind Saugmotoren, die einbaufertig 76 kg wiegen und 7900 bzw. 9400 Euro zuzüglich Steuer kosten. Zwanzig von ihnen hat die Firma ausgelie- fert, zehn fliegen schon. Die neueste Va- riante mit Abgasturbolader, die gerade pro- duziert wird, wiegt 80 kg und liefert je nach Turboladereinstellung von 120 bis 130 PS (88 bis 96 kW). Sie eignet sich be- sonders für Autogyros und kostet 13 400 Euro ohne Steuer. Der Preis beinhaltet ei- nen kompletten Motor mit Untersetzungs- getriebe und einer elektronischen Treib- stoffeinspritzung mit Höhenkompensation. Alle drei Motoren verfügen über ein Zahn- riemen-Untersetzungsgetriebe mit einem Reduktionsverhältnis von 3:1. Die Firma JLT Motors produziert ebenfalls ein gan- zes Flugzeug mit dem Namen Sky V Max- Fun, das mit dem 80-PS-Motor Cub be- stückt ist und flugfertig 29 990 Euro netto kostet. Schon seit 1975 ist die französische Firma lorAvia aus Yutz im Luftfahrtbereich tätig. In ihrem Angebot befindet sich au- ßer neuen und überholten Motoren von Rotax und Limbach auch ein eigener Mo- tor mit dem Namen LOR 75 injection. Im Motorträger und Steuergeräten ab dem Brandschott nach vorne bekommt. Dieses Paket kostet 13 000 US-Dollar, ist auf Mes- sen in den USA aber in der Regel mit einem Rabatt zu haben. Seit dem Airventure 2010 in Oshkosh, wo der Motor für 9990 US-Dol- lar angeboten wurde, kann die Firma Viking bereits 40 unterschriebene Kaufverträge vorweisen. Der erste Block von 25 Motoren befindet sich in der Herstellung und wird Ende Dezember ausgeliefert. Die zweite Pro- duktionsstaffel steht Ende April 2011 zur Auslieferung. Eingebaut werden die bestell- ten Motoren in die Flugzeuge Zenith CH-750, Searay, Sonex, RV12, Just Aircraft und Storch. Eggenfellner selbst reiste mit sei- nem Testflugzeug Zenith CH-WINDS aus Florida zur Messe Airventure an der kana- dischen Grenze an und absolvierte bisher nach eigenen Angaben knapp 200 Flugstun- den. Erfahrung im Umbau von Automotoren sammelte der in den USA bekannte Luft- fahrtmotorenspezialist Eggenfellner jahre- lang bei der Aufarbeitung von Subaru-Mo- toren für den Luftfahrteinsatz (Eggenfellner Aircraft). • MARINO BORIC LOR 75 injection aus Frankreich September war dieser Motor in wohl end- gültiger Ausführung auf dem Fly-in im fran- zösischen Blois sehen. Nach verschiede- nen Versuchen hat man sich für den Einsatz eines Zahnriemen -Untersetzungsgetriebes im Verhältnis 1:2,47 entschieden. Die ma- ximale Propellerdrehzahl beträgt 2400 U/ min. Bei der Firma lorAvia ist die Zahl 75 in der Motorbezeichnung Programm. So liefert der LOR-75-Mator 75 Propeller-PS (55 kW), wiegt 75 kg und kostet 7500 Euro. Das angegebene Gewicht beinhaltet alle Kühler, Flüssigkeiten, Reduktionsgetriebe und die Abgasanlage. Als Treibstoff kom- men PKW-Benzin mit 95/98 Oktan oder Avgas 100 LL in Frage. Die elektronische Einspritz- und Zündanlage liefert die deut- sche Firma Silent Hektik. Der angegebene spezifische Treibstoffverbrauch beträgt bei ökonomischer Reisegeschwindigkeit 250g pro kWh. • MARINO BORIC Ecoyota und LOR 75 injection 120 1 FLiEGERREVUE 1 11-2010 1