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) Messe Nachschau ) Sun ´´n Fun 2010 i Sonderpreise iim i Sortiment Vom 13. bis zum 18. April fand das nach Oshkosh weltgrößte Fly-in mit Messe statt. Wiederum als „Spring Break for Pilots & Friends“ deklariert, gab es in Lakeland, Zentralflorida, jedoch wenig Neues zu sehen. Dafür versuchte man nach einem der magersten Jahre in der Geschichte der amerikanischen Luftfahrtindustrie mit aggressiver Preispolitik und vielen Sonderpreisen die Wirtschaftsflaute zu überwinden. Das Journalistendasein war in diesen Tagen nicht unbedingt das leichteste! Am Samstag noch in Friedrichshafen auf der AERO 2010, schnell Koffer packen, Montag drauf in Florida auf der Pressekonferenz der Sun ´n Fun. Nach einer unerwartet gut gelungenen AERO mit einem wahren Feuerwerk an Neuigkeiten aus allen UL- Klassen hatte die zweitgrößte amerikanische Fliegermesse einen schweren Stand. Das lag sicher auch am ungünstigen Termin, der es den europäischen Ausstellern kaum ermöglichte, in gewünschter Zahl zu erscheinen, an der schwachen Wirtschaft und vielleicht auch an einer generell politischen Einstellung, bei der die Fliegerei unter der Regierung von Obama nicht unbedingt mit Samthandschuhen angefasst wurde. Überraschenderweise hat besonders der Bereich gelitten, der in den USA immer besonders populär war, der Bereich der „Part103“-Flugzeuge. Diese 120-Kilo- Klasse, die auf der letzten AERO einen fast euphorischen Start hingelegt hat, zeigte sich in Paradise-City, dem ehemaligen Zentrum des Geschehens in Lakeland, noch spärlicher vertreten als in den vergangenen Jahren. Die ersten zwei Tage der Messe waren deutlich schlechter als in den letzten Jahren besucht, was sich aber ab Donnerstag mit der Ankunft der Thunderbirds, der legendären amerikanischen Akro-Staffel, änderte. So stellte sich am Freitag während der großen Airshow fast das Happening-Gefühl der alten Sun ´n Fun-Tage wieder ein, das die Messe in den vergangenen Jahrzehnten kennzeichnete. Ob die erwarteten 150.000 bis 170.000 Zuschauer auch tatsächlich kamen, wagen wir vorsichtig zu bezweifeln. Gegen Ende der Veranstaltung konnten wir uns aus der Luft einen Überblick verschaffen. Die Anzahl der geparkten Besucher-Flugzeuge lag vielleicht doch etwas höher als im vorherigen Jahr. Dan Johnsen, LAMA-Vorsitzender, berichtete auch von einer höheren Zahl auf der Messe unterschriebener Verträge verglichen mit dem Vorjahr. Die meisten Aussteller meinten, dass die Talsohle der Luftfahrtkrise erreicht sei und es wieder vorsichtig aufwärts gehe. LSA-Welt In diesem Jahr gab es kaum neue amerikanische Flugzeuge, die meisten Neuigkeiten kamen aus dem Ausland. Doch viele amerikanische Hersteller lockten Kunden mit attraktiven Sonderpreisen ihrer bewährten Produkte. SAB Aviation: Vulcan C-100 heißt das italienische Ganzmetall-Flugzeug aus der Nähe von Neapel, das eine von den wenigen echten Neuigkeiten in Lakeland darstellte. Kenner der Szene erinnern sich vielleicht an den Vorgänger, den Pegaso, der von der Firma Corivi Aviation übernommen und zum C-100 weiterentwickelt wurde. Den UL-Zweisitzer wird es mit festem und einziehbarem Fahrwerk geben. Einzige Motorisierung ist der Rotax 100 PS, der für 250 km/h Höchstgeschwindigkeit gut sein soll. MySky: Zum ersten Mal zeigte die Firma aus Daytona Beach den schnittigen Ganzkomposit- Tandem-Zweisitzer. Mehr darüber lesen Sie im Kurz-Test dieser Ausgabe. Flight Design: Matthias Betsch, CEO von Flight Design, pries auf der Pressekonferenz die CTLS Lite Variante als Sparmodell für 119.980 US-Dollar an. Die Firma Premier One Aviation aus Miami bot Informationsflüge zum Stundenpreis von 49 US-Dollar an. Flügel Nr. 103 - 3/2010 16 SAB Aviation mit Vulcan C-100 ) Messe Nachschau ) Rans: Seine Preise passte die Firma Rans ebenfalls der Wirtschaftslage entsprechend an und bot das preiswerteste Flugzeug schon für 63.000 US-Dollar an. Zenit Aircraft Company: Der Stand dieser amerikanischen Firma erfreute sich regen Besuchs, wo der New Sport Utility Plane STOL CH 750 im Zentrum des Interesses stand. Der Flieger kostete im Bausatz nur 14.990 US- Dollar ohne Motor. Piper Sport: Am sehr gut besuchten Stand von Piper waren zwei LSA-Piper Sport ausgestellt, von denen das erste Modell gerade ausgeliefert ist. Die Piper-Vertreter zeigten sich auf der Pressekonferenz sehr zuversichtlich, was die Gesamtentwicklung von Piper einschließlich Piper Sport betrifft. Da sie zurzeit genau die richtigen Produkte für den Markt hätten, konnten Sie in diesem Jahr schon das Achtfache an Flugzeugen bauen als im gleichen Zeitraum 2009. Cessna: Bei Cessna gab es wie immer viel Trubel auf dem Stand, wo zum wiederholten Male das LSA C163 Skycatcher im Mittelpunkt stand. Nach dem vor ein paar Monaten verkündeten Aufschub, soll der Skycatcher nun zur Auslieferung kommen. Remos: Trotz der schlechten Zeiten hat Remos es im letzten Jahr geschafft seine zweite Position auf dem amerikanischen LSA-Markt zu festigen, was die Firma mit täglichen Vorführungen und einem interessanten Stand untermauerte. Jabiru: Der bekannte australische Flugzeug- und Motoren-Hersteller brachte keine neuen Modelle mit nach Lakeland, sondern frischte seine bestehende Modellpalette mit neuer Grafik und Garmin Glascockpit auf. Sun ’n Fun Location Paradise-City Die Fläche vom ehemalig lebendigsten Teil der Sun ’n Fun glänzte in diesem Jahr höchstens mit freien Flächen. Anscheinend hat die Krise hier richtig zugeschlagen. Die Anzahl der Trikes und anderen „PART 103“-Geräte hat sich zum wiederholten Male verringert. Sun ’n Fun Location Chopper-Town In der Hubschrauber-Ausstellung trafen wir nur alte Bekannte wie RotorWay, Safari Helicopter und Composite FX. Die letztgenannte Firma brachte drei verschiedene Mosquito-Varianten mit, wobei die Solar Turbinen angetriebene Variante mit 95 PS die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog. Sun ’n Fun Location GreenSpace Im Mittelpunkt des fliegerischen Teils der grünen Initiative stand Randall Fishman, der unermüdlich über seine E-Flugzeuge sprach. Er brachte seinen altbewährten einsitzigen Elektro-Flieger und den neuen ElektraFlyer-X mit, den er erstmalig in Oskosh 2009 gezeigt hatte. Nach Randalls Worten ist der Flieger eigentlich fertig, aber er hat das Projekt etwas zurückgesetzt zugunsten von den sich sehr gut verkaufenden Elektromotoren, die er im Angebot hat. Erstmalig war bei Fishman die neue Version seines 20 PS Elektromotors zum Preis von 2400 $ zu sehen, der auch zu einer 40 PS-Variante gedoppelt werden kann. Die Entwicklung des alternativen Treibstoffs Swift Fuel ist so gut wie abgeschlossen. Dieser Treibstoff wird aus Biomasse gewonnen. Vorstufe des Treibstoffes ist Alkohol, der fertige Treibstoff enthält aber keinen Alkohol. Zurzeit werden Flugtests an einer zweimotorigen Piper Seminole der Embry Riddle Flight Academy durchgeführt. Dabei wird ein Triebwerk mit konventionellen 100LL und das andere mit Swift Fuel betrieben. Verhandlungen mit deutschen Partnern zum Einsatz des Treibstoffs aus Biomasse sind im Gange. Instrumente und Elektronik Ein Cockpit ohne Elektronik und Glasdisplays ist fast undenkbar, mittlerweile auch in der LSA-Klasse. Große Neuigkeiten gab es nicht, nur ein paar Ankündigungen für Oshkosh im Sommer. Einen Überblick über die auf dem Markt vorhandenen Navigations- und Fluginstrumente zu geben ist fast unmöglich, da mittlerweile unzählige Firmen Applikationen für PDAs und Smartphones anbieten. Belite Electronics: Für den Einzug von bezahlbarer Technik ins Cockpit von amerikanischen PART 103-Flugzeugen (120 Kilo-Klasse) sorgt die aus dem Flugzeugbaubereich bekannte Firma Belite. CEO James Wiebe präsentierte eine neuartige All-Inclusive-Lösung für die leichtesten Flugzeuge auf dem Markt. Seine rein elektronischen Instrumente zeichnen sich durch ultra-niedriges Gewicht und einen niedrigen Preis aus. Sie besitzen keine beweglichen Teile, basieren in der Anzeige auf LED-Leuchten und verbrauchen sehr wenig Strom (nur 3 Watt). Eine handelsübliche 9 Volt Batterie (Taschenlampe) soll für zwei Stunden Betrieb ausreichend sein. Die komplette Variante mit allen für den Flug nötigen Instrumenten wiegt um 400 Gramm und soll im Handel für 1000 US-Dollar zu haben sein. Interessant ist die Bedienung des Höhenmessers. Um die Flugplatzhöhe auf Null (QFE) zu setzen, muss man nur einen Knopf drücken. Vertical Power: Diese amerikanische Firma brachte eine interessante Lösung für das Kabelwirrwarr in Flugzeugen heraus. Durch den Einsatz ihres VP-X-Systems lassen sich fast alle elektrischen Verbraucher im Flugzeug ein- und ausschalten. Sogar auf herkömmliche Sicherungen kann man verzichten, da dieses System elektrische Schmelzsicherungen durch elektronische Unterbrecher ersetzt. Motocam: Diese Firma zeigte eine interessante Komplett-Lösung für Luftaufnahmen, besonders unter erschwerten Bedingungen. Ihr System, das auf einer Sony-Kamera Color 550 und einem Aufnahmespeichergerät basiert, bietet Möglichkeiten, die Aufnahmen auf SD- Memory-Karten zu speichern. Das Display/ Speichergerät ist in einer sehr robusten, wasserdichten Box eingebaut. Die vom Speichergerät getrennte Kamera kann fest im Flugzeug/Fahrzeug eingebaut werden, aber genauso z. B. beim Fallschirmspringen am Helm oder Kopf beweglich angebracht werden. Triebwerke Gegen die erdrückende Vormachtstellung von Rotax im UL-Bereich ist schwer anzukämpfen, trotzdem gab es einiges Neues. Viking HF-110: Eggenfellner präsentierte die fast endgültige Variante des Motors Viking HF-110, einen Umbau des Honda Vierzylinder- Motors mit 1400 ccm zum LSA-Triebwerk. Der Motor, der sonst als Auto- und Außenborder- Motor seine Dienste mit 125 PS verrichtet, wird von Eggenfellner zum 110-Dauer-PS- Motor umgebaut. Zurzeit ist der Motor noch etwas zu schwer, aber nach Jan Eggenfellners Worten dürfte er bald 90 Kilo wiegen, komplett ausgerüstet. Besonders interessant an diesem Motor ist das Preisschild: für 9900 US-Dollar will Eggenfellner diesen Motor ab der Messe Oshkosh einbaufertig liefern. HKS: Die japanische Firma zeigte die wohl endgültige Variante des bekannten Zweizylindermotors mit Turboaufladung, genannt 700T. Dieser Motor mit 80 PS soll ab August für 16.500 US-Dollar lieferbar sein. Wie wir erfahren, arbeitet die Firma HKS auch an einer Treibstoffeinspritzung für den bekannten Zweizylinder-Sauger. Gesicherte Informationen über dieses Triebwerk werden in Oshkosh bekannt gegeben. Forced Aeromotive Technologies: Die FAT aus Colorado zeigte, wie man in den USA schnell zu mehr Leistung kommt. Der Supercharger, ein mechanisch angetriebener Kompressor, wiegt komplett um 15 Kilo. Mit ihm halten Motoren die maximale Leistung auf Meereshöhe ohne Verlust bis zu 2000 m Flughöhe. Das erlaubt Flugzeugen auch eine wesentlich höhere Flughöhe. Für den Antrieb raubt der Kompressor dem Motor nur 4 PS. Sun’n Fun - Schlusspunkt Wir hatten die Gelegenheit mit Jeff Skilles, dem Copiloten des legendären US-Airways Fluges 1549 (Wunder vom Hudson) zu sprechen, der gerne zugab, dass auch Segelflug-Erfahrung der gelungenen Notlandung auf dem Wasser zugute kam. Sein Rat an alle Piloten: „Leute, lernt die Notprozeduren auswendig und übt sie so oft wie möglich! Nur so kann man im Notfall das vorhandene Wissen optimal anwenden.“ Marino Boric tt Flügel Nr. 103 - 3/2010 17