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) Tragschrauber ) Selbstbausatz NEO Bausatz-Heli vor dem Erstflug Auf der Airtec 2009 Anfang November umlagerte das Publikum den innovativen Bausatz NEO im futuristischen Design. Der durchgestylte Hubschrauber von Björn Jung aus Mainz erreicht langsam Serienreife. Viele innovative Merkmale weist der Zweisitzer auf, wie einen Zweischeiben-Wankel und ein Jet Control System statt des klassischen Heckpropellers. Die formschöne, selbsttragende Zelle des NEO aus Faserverbundstoffen stellt das zentrale Element dar, das alle anderen Baugruppen verbindet. Ins- gesamt handelt es sich dabei nur um zehn Hauptbauteile. Das sehr ansprechende Innere und Äußere der Kabine lenkt die Aufmerksamkeit der Besucher fast von den wich- tigsten Besonderheiten dieses Fluggerätes ab. Die auffäl- ligste Neuerung ist das Jet Control System (JCS), das den klassischen Heckrotor durch eine bewegliche Luftaustritts- düse ersetzt. Da sich keine drehbaren Teile an dieser sen- siblen Stelle befinden, besteht auch keine Fremdkörperbe- rührungsgefahr. Diese Steuerung soll bedeutend leiser sein als die sonst üblichen Heckpropeller. Die Menge der aus- strömenden Luft wird durch einen kanalisierten Verstell- propeller im Inneren des Hubschraubers geregelt. Auf unsere Frage nach der „NEOSIS“ genannten An- triebseinheit zeigt sich Firmeninhaber Björn Jung sehr wortkarg. „Es handelt sich um einen flüssigkeitsgekühlten Zweischeiben-Wankelmotor mit 180 PS, der aus der auto- mobilen Großserienfertigung stammt.“ Wir vermuten, dass es sich um die neue Variante des Mazda-RX8-Antriebs han- delt, die dort „Genesis“ heißt. Die turbinenähnliche Kraft- entfaltung des Wankelantriebs ist sehr vibrationsarm und in seiner neuesten Ausführung mit Zusatzausströmkanälen versehen. Dadurch weist er eine niedrige Abgastemperatur auf. Bei den vorherigen Varianten stellte die höhere Ab- gastemperatur als in normalen Viertakttriebwerken oft ein Problem für die Abgasanlagen bei Luftfahrtanwendungen dar. Die jetzt um fast 100 Grad Celsius niedrigere Abgas- temperatur dürfte dem NEO-Projekt sehr entgegenkom- men, da der voll verkapselte Motor in einem Hubschrauber traditionell schwieriger zu kühlen ist. Bei der Präsentation des NEO machte uns Björn Jung insbesondere auf den geräumigen Gepäckraum aufmerk- sam, der sich hinter den Sitzen befindet und von innen er- reichbar ist. Mit irgendwelchen Ankündigungen zu Terminen und Preisen möchte sich die Firma Youngcopter nicht un- ter Druck setzen. Auf den Erstflug angesprochen wollte sich Jung deshalb noch nicht definitiv äußeren, aber An- fang 2010 wird es wohl soweit sein. Eine Vermarktung des wahrscheinlich über 100.000 Euro teuren NEO ist vor 2011 kaum zu erwarten. Der Bausatz mit Motor und In- strumenten wird gemäß der 51-Prozent-Regel ausgeliefert. Die gelieferten Einzelteile werden passgenau gefertigt und - laut Youngcopter - genügt für die Montage ein handwerk- liches und technisches Grundverständnis. Spezielle Tech- niken, wie Schweißen und Laminieren, werden nicht be- nötigt. Das Leergewicht des NEO soll 385 kg betragen und das Maximum-Abfluggewicht 640 kg. Die Treibstoffkapa- zität von 120 Litern erlaubt eine Reichweite von 550 Kilo- metern bei einer Reisegeschwindigkeit von 185 km/h. Info: www.youngcopter.com Marino Boric ❰❰ Flügel 6/09 Bausatz-Hubi NEO: Ohne klassischen Heckrotor (oben), aber dafür mit einer beweglichen Luftaustrittsdüse, dem Jet Control System (JCS) (links). ANZEIGE