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Hier fliegt der Elelctro-Ultraleichtflugzeug SkySpark noch SkySpark mit E-Motor allein mit Strom und Brennstoffzelle aus der Batterie. Das ausschließlich elektrisch angetriebene Ultraleicht-Flugzeug der Firma SkySpark absolvierte im Rahmen der World Air Games 2009 in Turin seinen Erstflug und stellte zwei Tage später einen Weltrekord auf. Die Bauelemente für die Umrüstung zum Elektroflugzeug mit Brennstoffzelle Am 12. Juni um 14.01 Uhr hob während der World Air Games 2009 in Turin (6. bis 13. Juni) das SkySpark mit dem Piloten Mauricio Cheli vom Flug- hafen Aeritalia in Turin zu einem zehnminütigen Flug ab und erreichte dabei auf einem vorgegebenen Oval eine Geschwindigkeit von 252 Stundenkilome- tern. Das bedeutete einen offiziellen Weltrekord. Cheli erläuterte: „Da vor uns noch niemand einen offi ziellen Rekordversuch mit einem rein elektrisch angetriebenen Flugzeug unternommen hat, sind wir eben Rekordhalter.“ Mit diesem Flug hat das SkySpark-Team sein erstes Ziel auf dem Weg zum wasserstoffangetriebenen Ökoflieger erreicht. SkySpark ist ein Forschungsprojekt der Techni- schen Hochschule Turin und der Luftfahrtfirma Digi- Sky, das seit fast zwei Jahren existiert. Ziel ist es, ein UL-Flugzeug aus der Pioneer-Serie der Firma Alpi Aviation unter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten mit einem elektrischen Antriebssystem auszustatten. Ende Januar trat man an die Öffent- lichkeit. Der Projektleiter Professor Paolo Maggiore von der Abteilung für Luft- und Raumfahrt der TH Turin und der in Italien sehr bekannte Raumfahrer Mauricio Cheli, der Testpilot, stellten damals die Entwicklungsstufen und technischen Details des SkySpark vor. Das Großserien-Ultraleichtflugzeug Pioneer 300 wurde so umgebaut, dass anstelle des Verbren- nungsmotors Rotax 912 ein nach den Wünschen der TH Turin gebauter Elektromotor der Firma Technische Daten Flugzeuglänge in m: 6,25 Flügelspannweite in m: 7,55 Flügeltragfläche in m2: 11 Geplante max. Geschwindigkeit in km/h: 300 Geplante Reichweite in km: 500 Antrieb: Elektromotor Leistung (elektrisch) in kW: 62 Spannungsquelle: Wasserstoff-Brennstoffzelle (60 kW) Wasserstoffspeicher in l: 75 (350 bar) U LTRALEI CHTFLI E G E N | 32 | FLiEGERREVUE SPECIAL | 08-2009 | Der Propeller wird vom Elektromotor (grün) angetrieben, weiß der Batterieblock. Sicmemotori zum Einsatz kommt. Dieser 62-kW-Motor ist wassergekühlt und treibt direkt einen Zweiblatt-Verstellpropeller an. Schon von den ersten Drehzahlen an steht bei dem 30 kg schweren Motor, der nach dem Brush-Less-Prinzip (kontaktlos) arbei- tet, das volle Drehmoment zur Verfügung. An beiden Seiten des Motors befindet sich jeweils ein Lithium-Polymer-Batterieblock mit 300 Volt Spannung, der eine Leistung von 7,5 kW bereitstellen kann. Diese Strom- quelle mit insgesamt 15 kW dient als Spit- zenspannungsbedarf-Puffer und als Rück- holhilfe für einen 15-minütigen Flug im Falle eines Ausfalles der Brennstoffzellen. Hinter dem Elektromotor und zwischen den beiden Batterien befinden sich der DC/ DC-Regler und der Spannungsinverter, der die mögliche Eingangsspannung von maxi- mal 400 Volt dem Motor – abhängig von der Gashebelstellung – zur Verfügung stellt. Der PEM-Wasserstoff-Brennstoffzellenkom- plex besteht aus drei Einheiten, sogenann- ten Stacks, von denen jede 20 kW Strom produziert. Dieses Brenn- stoffzellen-Paket nimmt die rechte Seite der Pilotenkabine in Anspruch, was den ursprünglichen Serien-Zweisitzer allerdings zum Einsitzer macht. Der für den Antrieb der Brennstoffzellen nötige Wasserstoff kommt aus einem mit Karbonfaserkunststoff verstärkten Aluminiumtank, der bei einem Volumen von 75 Li- tern zwei Kilogramm Wasserstoff bei 350 bar Druck speichert. Der Erstflug des SkySpark in Turin fand jetzt allerdings noch ohne das später vorgesehene Brennstoffzellen-Paket statt. In die- ser ersten Phase kommt der Strom nur aus zusätzlichen Lithium- Polymer-Batterien. An Bord befanden sich 108 Batterieelemen- te (3,7 Volt Einzelbatteriespannung) mit zusammen 380 Volt Spannung und einer Kapazität von 200 Amperestunden. Wäh- rend des Rekordfluges betrug die maximal angewendete Leis- tung 57 kW. Für den Herbst 2009 kündigte Cheli einen Rekordversuch mit dem Wasserstoffantrieb an. Cheli rechnet damit, ohne große Pro- bleme 300 Stundenkilometer erreichen zu können. Ob die ins- tallierte elektrische Leistung auch für einen Reichweitenrekord ausreicht, wird sich dann zeigen. ■ MARINO BORIC Der Wasserstofftank kommt aus Deutschland (Dynatek). Anzeige Fotos: Boric Die Brennstoffzelle (hier Attrappe) befindet sich in der Kabine. U LTRALEI CHTFLI E G E N | 08-2009 | FLiEGERREVUE SPECIAL | 33 |