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) Meeting ) Oshkosh 2009: Highlights ohne Ende Das war schon ein toller Anblick: der europäische Gigant A380 und das Weltraumtaxi WhiteKnightTwo zwischen den über zehntausend kleinen Flugzeugen aus den Bereichen LSA, General-Aviation und Experimental. Das Show-Spektrum reichte vom Giganten bis zum Erstflug des doppesitzigen Electro LSA e430. Solch eine Mischung lockte dieses Jahr in Oshkosh mehr Zuschauer an als im Vorjahr und versetzte die ganze Region in AirVenture-Fieber. Ein Lichtblick in Zeiten der Krise. Ich hatte große Erwartungen an das AirVen- ture 2009. Diese Erwartungen wurden so- gar übertroffen. Dieses AirVenture war das Beste aller Zeiten, was Highlights, Enthusias- mus und Leidenschaft für die Fliegerei angeht“, sagte EAA-Präsident Tom Poberezny bei der Abschlusspressekonferenz. Tatsächlich kamen zwölf Prozent mehr Zuschauer als im letzten Jahr und erreichten die unglaubliche Zahl von 578.000 registrierten Besuchern vom 27. Juli bis 2. August. Davon sorgten allein 41.000 Cam- per für die altbekannte Woodstock-Atmosphäre in Oshkosh. Über zehntausend Besucher-Flug- zeuge aus den USA und dem Ausland trafen am Wittman-Regional-Airport in Oshkosh und Um- gebung ein. Eine gelungene Belohnung für die EAA, die über 2,63 Millionen Euro in die Ver- besserung und Umgestaltung des Ausstellungs- geländes investiert hatte. So baute man unter anderem einen neuen Kontroll-Tower und neue Wege; man vergrößerte die Ausstellungsfläche und die Campingplätze und verbesserte die sa- nitären Anlagen. Tom Poberezny verriet uns zum Abschluss des AirVentures die Erfolgs-Formel von Os- hkosh: „Es sind die vier Ps: Planes, People, Passion, Participation. Die Flugzeuge (Planes) bringen die Menschen hierher. Die Menschen (People) erfüllen die Flugzeuge mit Leben. Die Leidenschaft (Passion) ist das, was motiviert. Aber ohne Teilnahme (Participation) hat alles Genannte keine Sinn.“ Für das nächste AirVen- ture vom 26. Juli bis zum 1. August 2010 kün- digte der EAA-Präsident die wahrscheinliche Ankunft des SpaceShip 2(Eve), das 75-jährige Jubiläum der DC3 und als technisches Haupt- thema den Fortschritt und die Entwicklung des Elektrofluges an - die e-flight-expo lässt grü- ßen. Von Marino Boric, Willi Tacke ❰❰ Eine Weltpremiere war die erste öffent- liche Flugpräsentation des WhiteK- nightTwo, Trägerflugzeug für das Welt- raumtaxi SpaceshipII (Eve), der Firma Virgin Galactic. Es sorgte für Rieseninteresse beim Publikum. Das aus zwei Rümpfen bestehende Flugzeug mit über 42 Metern Spannweite lande- te eine halbe Stunde vor dem Airbus auf der Lan- debahn 18/36. Das größte komplett aus Faser- verbundstoff hergestellte Flugzeug entwarf und baute die von Burt Rutan gegründete Firma Sca- 16 Flügel 4/09 ) Meeting ) led Composites in Partnerschaft mit Sir Richard Branson’s Virgin Galactic. Täglich konnte man während der nachmittäglichen Airshow den „Si- amesischen-Zwilling“ bewundern. www.scaled.com/ WhiteKnith & e-flight: WhiteKnight II (Eve) war einer der unumstrittenen Stars bei AirVenture 2009 (oben). Wegen eines Schadens an den Luftbremsen musste die Maschine in der ersten Nacht repariert werden. Das Material kam übrigens von „Aircraft Spruce“, dem größten Kit-Ausstatter (oben rechts). Der E-Spyder von Tom Peghiny begeisterte die Leichtfl uganhänger (rechts Mitte). Die Predator Drohne (links) der amerikanischen Grenzüberwachung war zum ersten Mal bei einer zivilen Airshow zu sehen. Der Erickson Air-Crane und die Doobie Brothers (rechts) rundeten das Programm ab. Flügel 4/09 17 ) Meeting ) Die Ankunft des europäischen Giganten der Lüfte A380 am Dienstag sorgte für Begeisterung und stehende Ovati- onen des mit Neuigkeiten verwöhnten amerika- nischen Publikums. Als der Riese mit Minimalgeschwindigkeit von knapp über 200 km/h einige Kreise drehte, da glaubte man der Riese müsste aus dem Him- mel fallen. Seit 1984, als die Concorde in Os- hkosh landete, sah man solch einen Begeiste- rungssturm nicht mehr. Menschenschlangen bildeten sich trotz teilweise starken Regens und Zehntausende schafften es, den Airbus in den vier Tagen seiner Anwesenheit von innen zu be- sichtigen. Mit dem Airbus (die in Oshkosh ge- zeigte Maschine war der Prototyp Nr. 2) kam Airbus Chef Thomas Anders über den Atlan- tik. Claude Lelaie, der als Chef Testpilot die Maschine nach Oshkosh flog, ist übrigens kein Neuling bei AirVenture. Er war schon 1981 einmal da, damals mit einer winzigen Zwei- mot vom Typ CriCri mit zwei 11 PS-Motörchen. Bei seinem 2009 Besuch hatte er seinen kleinen Liebling wieder dabei – allerdings in einer Kis- te im Bauch des A380 www.airventure.org/ news/2009/090728 shade.html. Ul-Technik in der Eco-Klasse. Tecnam stellte seinen frisch zugelassenen Twin P-2006 erstmalig in den USA vor. Der Andrang war überwältigend und Firmenchef Paolo Pas- quale (rechts) entsprechend stolz. Die erste Maschine wurde für knapp über 400 000 $ noch auf der Messe verkauft. www.tecnam.com 18 Flügel 4/09 Flügel 4/09 19 ) Meeting ) DEUTSCHLAND-IMPoRTEUR VoN: AIR CREATIoN: TREK & TANARG GALAXY RESCUE SYSTEMS PIPISTREL: SPIDER & TWISTER SINUS, TAURUS & BEE +49 9339 1297 INFo@FLIGHT-TEAM.DE Ersatzteile und Leistungen (Auswahl) Original BING R für 582: 66 Euro für 912: 195 Euro Vergaserflansch ROTAX 912 65 Euro Zündkerze NGK für 912 / 912S 6 / 7 Euro Dichtungssatz komplett für 582: 147 Euro Dichtungssatz TOP 582 49 Euro Regler 12V: für 582 / 912 78 Euro Stator für 582 347 Euro Edelstahlauspuff (Kit) 912 370 Euro 6-Jahres-Check Galaxy: 695 Euro (inkl. Rakete) ro (Zzgl. DULV oder DAEC-Gebühren) Übungsflüge auf eigenem UL: 50 Euro Wartungsarbeiten: nach Aufwand Alle Preise inkl. MWSt.; zzgl. Versandkosten. 912: 495 Euro eparatursatz (2 Vergaser) Jahresnachprüfungen: 45-60 Eu ) Meeting ) Flugzeug zum Schnäppchenpreis: Solo von Ayerscraft Rienk Ayers von Ayerscraft bot den Besuchern eine besondere Überraschung in Krisenzeiten. Aus Kalifornien brachte er ein Mockup des einsitzigen Flugzeugs Solo, dessen Bausatz zum Messe-Bestellpreis von 19.800 US-Dollar zu haben ist. Ayers ist für ungewöhnliche Pro- jekte und Ideen bekannt, wie auch dieses Flugzeug zeigt. Um den niedrigen Preis anbieten zu kön- nen, müssen die Kunden nämlich einige Abstriche machen: die Cockpithaube fehlt, das Triebwerk kommt ohne Reduktionsgetriebe und es gibt nur eine absolute Minimal-Instrumentierung. Bei dem ungewöhnlichen Triebwerk, das Ayers aus Kostengründen wählte, handelt es sich um einen relativ schweren Industrie-Viertakt-1000 ccm-V-Motor, der den Propeller direkt antreibt. Der Motor liefert 35 PS bei 3400 U/min und soll im Reiseflug fünfeinhalb Liter Treibstoff verbrauchen. Preiswert wie das Flugzeug ist auch die Überholung des Motors, die in den USA 500 Dollar kostet. Wer eine ge- schlossene Kabine haben und den Propeller über ein Reduktionsgetriebe antreiben möchte, wobei die Propellermaximaldrehzahl dann 2600 U/min beträgt, muss 25.000 US-Dollar auf den Tisch le- gen. Das Gesamtgewicht des aus Komposit gefertigten Flugzeugs beträgt zirca 180 Kilogramm, was sich durch die Wahl eines leichteren Triebwerks noch erheblich mindern lässt. Mit dem Industrie V-Motor erwartet Ayers eine Maximalgeschwindigkeit um 160, Minimalgeschwindigkeit 64 Stun- denkilometer. Bei diesem Billigflugzeug kann man die Flügel durch Lösen von nur vier Schrauben abnehmen. Der Kunde kann zwischen Spornrad- und Bugradausführung wählen. Ayers arbeitet zur Zeit an der Entwicklung von einem Vier- und einem Sechs-Sitzer, die inklusiv eines gebrauchten, überholten Turbopropantriebs um 500.000 US-Dollar als Bausatz kosten sollen. Eines dieser Flug- zeuge hat er für sich schon gebaut und wird damit in Kürze den Erstflug absolvieren www.ayer- scraft.com. Neuvorstellung Sonex Jet JSX-1 Der bekannte Flugzeugkit-Hersteller Sonex sorgte in diesem Jahr für eine der größten Überraschungen der Mes- se. „Wir nennen ihn SubSonex und er ist etwas ganz anderes, als wir bisher gemacht haben“, erläuterte John Monnett, Besitzer von Sonex- Aircraft. Er fügte hinzu: „Die Ursprungsidee ist, einen Jet-Flugzeug-Bausatz weit unter 50.000 US-Dollar anzubieten.“ Der einsitzige Jet, der die kantige Optik der anderen Sonex-Produkte beibehalten hat, soll eine Reisegeschwindigkeit von 400 und eine Vne von mehr als 450 Stun- denkilometern haben. Als Antrieb dient eine mo- difizierte Turbinenvariante, die aus dem Modell- flugzeugbau stammt und einen Schub von 75 bis 90 Kilo entwickelt. Gefüttert wird das Triebwerk aus einem 120-Liter-Tank, was laut Monnett, für eine Stunde Spaß reichen soll. Aufgrund des Jet Triebwerks kann der Sonex Jet natürlich nicht in der LSA Klasse fliegen, denn dort sind Kolben- motoren vorgeschrieben www.sonexaircraft. com. Czech Sport & Let‘s fly Martin Zikes, neuer Chef bei Czech Sport Aircraft konnte in Oshkosh eine Partnerschaft mit der US Firma Let‘s Fly verkünden. Über „shared Ownership“ ver- treibt die Firma Flugzeuge verschiedener Grö- ßenordnung. Attraktivität am Messestand war durch den schicken Sport Cruiser und drei schi- cken Girls aus Prag gewährleistet, die viele Be- sucher zum Schnappschuß mit Mädels und Ma- schine nutzten. Ob es sich verkauft? Zikes gibt an, in Oshkosh mehrere Maschinen verkauft zu haben. www.czechsportaircraft.com Skycather in Produktion Bob Stangerone von Cessna war sichtlich erleichtert, als er in Oshkosh verkünden konnte: “Wir haben die Tests und die of- fizielle LSA-Compliance (Anerkennung) bei der FAA abgeschlossen. Die Produktion ist angelau- fen und wir werden die ersten Maschinen noch im vierten Quartal 2009 ausliefern“. Gebaut werden die Teile für die Cessna 160 in China, die Endmontage und Flugabnahme erfolgt dann in den USA. www.cessna.com Maverick von i-tec Die Firma i-tec (Indigenious People’s Technology and Education Center) aus Florida brachte ein ungewöhnliches fliegendes Gefährt erstmalig nach Oshkosh. Das vierrädrige, geländegängige Fahrzeug ist mit einem Gleitschirm ausgestattet, der das Gefährt zum Fliegen bringen kann. Entwickelt wurde der Maverick zur Unterstützung von Missions- arbeit und als Transportmöglichkeit für Urein- wohner in schwer zugänglichen Gebieten dieser Welt. Das leichte Fahrzeug wird von einem Sub- aru Vierzylinder-Boxermotor mit 130 PS ange- trieben und besitzt zwei Getriebe, eins für den Antrieb der Hinterräder und eins für den Antrieb des Schubpropellers. Auf dem Boden beträgt die Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs 130 Stundenkilometer, fliegen kann es mit 65 Stun- denkilometer. Der Umbau vom Straßen- zum Flugbetrieb dauert laut Herstellerangaben fünf Minuten. Dazu muss man eine etwa zehn Meter lange Teleskopstange, die wie auch der Schirm UL/LSA- Neuigkeiten : 20 Flügel 4/09 ) Meeting ) RV 12 S-LSA von Vans Auch der Weltgrößte Bausatzhersteller Vans ^setzt nach längerem zögern auf den LSA Markt. Die RV 12 eine RV die in die LSA Klasse passt wurde schon im letz- ten Jahr vorgestellt. Jetzt hat der Hersteller aus Aurora Oregon die S-LSA Anerkennung abge- schlosssen. Das Heißt der Hersteller dürfte die maschine jetzt als flugfertiges Serienflugzeug herstellen und verkaufen. „Das ist aber momen- tan nicht unsere Absicht“, so Richard Van Gruns- ven,“ wir wollen vorerst keine Fertigflugzeuge anbeiten, die S-SLA registrierung aber gibt uns die möglichkeit die RV als EExperimental-LSA (E-LSA) anzubieten das hat den vorteil, dass wird nicht auf die 51% Regel angewiesen sind ( Nach dieser muß in den USA der Eigentümer bei einem Experimental Flugzeug 52% der Bau- leistung selber erbringen ), sondern wir können das Flugzeug wesentlich weiter vorfertigen so- dass z.B. nur noch 500 Baustunden nötig sind um eine RV 12 fertig zustellen. Im Gegensatz zu den 12 - 1500 Stunden die der Bau eines bis- herigen RV Fliegers benötigt. www.vansair- craft.com auf dem Dach verstaut ist, auseinander ziehen. An ihrem Ende wird der Schirm befestigt, der mit einer flexiblen Sparre in Position und Form gehalten wird. Der Maverick kann ohne große Pilotenkenntnisse geflogen werden, denn das Fahrzeuglenkrad wird zur Steuerung am Boden und in der Luft verwendet. Zu Start- und Lan- dezwecken zieht bzw. schiebt man einfach das Lenkrad in die gewünschte Richtung www.ite- cusa.org. Remos Corvin Huber, CEO von Remos, gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass sei- ne Firma eine bedeutende Finanzspritze durch den neuen Investor Pall Mall Partners aus London erhalten hat. Damit wird Remos seine neu erreichte, gute Position auf dem LSA-Markt noch stärken können. In Oshkosh hatte der deut- sche Hersteller die Patenschaft für das „Learn to Fly-Schulungsprogramm der EAA übernom- men. Gleichzeitig hat Remos zusammen mit dem Verlag Gleim eine eigene Remos Ausbil- dungsbuchserie für die neu geschaffenen Remos Pilot Center herausgebracht und zeigte im Schu- lungscenter auch gleich noch einen eigenen G-X Flugsimulator, der wie der Flight Design Simu- lator auf Basis des Programms X-plane funktio- niert. www.remos.com . Flügel 4/09 21 ) Meeting ) Icon Aircraft Bei der drei Mal täglich stattfindenden Vorführung des Einklappens der Flügel bildeten sich regelmäßig riesige Menschentrauben um den Icon A5, obwohl das Flugzeug schon im letz- ten Jahr auf AirVenture als static Prototyp 01 vorgestellt wurde. In der kalifornischen Heimat der Firma startete der fliegende Prototyp 02 bisher nur vom Wasser aus, in Oshkosh jedoch erstmalig auch von einer festen Landebahn. Bisher sammelte er 50 Flugstunden. Der größte Unterschied zum Vorgänger liegt in der Motor-Kühlluft-Führung. Die Hauptkühlansaugöffnung wurde verkleinert. Dazu wurden an jeder Seite zwei kleinere Ansaugöffnungen am Rumpf unterhalb des Flügels und an der Hinterkante der Kabine, vor dem Propeller, jeweils ein etwa fünf Zentimeter breiter und ein Me- ter langer Schlitz zur Extraktion der Kühlluft aus dem Motorraum angebracht. An mehreren Tagen gab es am nahe gelegenen See Winnebago Wasserstarts, bei denen man die guten Manövriereigenschaften des Flugzeugs bewundern konnte. Gekrönt wurde die Vorstellung auf dem See mit der Demonstration der Berührung der Wasseroberfläche durch die Flügelspitze kurz vor dem Abheben ohne Auswirkungen auf den Startvorgang. Icon-Aircraft CIO Kirk Hawkins infor- mierte uns über die gerade abgeschlossene planmäßige Kapitalerhöhung und bestätigte, dass der Fir- ma schon 400 Vorbestellungen für den A5 vorliegen. Hawkins wies mit besonderem Stolz daraufhin, dass sogar schon Bestellungen von Nicht-Piloten vorliegen, die sich durch den Icon für die Fliegerei begeistern ließen www.iconaircraft.com Zeit werden noch Gespräche mit DOT (Depart- ment of Transportation) zur Erleichterung der Zulassung im Straßenverkehr geführt aufgrund von Problemen mit dem Airbag im Flugbetrieb www.terrafugia.com . Terrafugia Update Nach der letztjährigen Erstvorstellung des autoähnlichen, fahrbaren Flugzeugs von Terrafugia gab es diesmal nur ein Update. Im Gespräch mit dem CEO der Firma, Carl C. Dietrich, erfuhren wir, dass Terrafugia schon 28 Mal in Bodennähe über der Lande- bahn geflogen ist. Auf unsere Frage nach dem Grund der niedrigen Flughöhe erklärte uns Carl C. Dietrich: „Wie man auf der Videoaufzeich- nung eines Fluges im Internet sehen kann, ist der Winkel des Höhenruders sehr groß, was auf Interferenzen der vorderen Steuerfläche und der dahinter liegenden Räder zurückzuführen ist. Da wir dies rechtzeitig erkannt haben, wollten wir das einzige fliegende Exemplar nicht durch grö- ßere Flughöhen gefährden.“ Weiterhin erfuhren wir, dass die Zertifizierung und der Produktions- anfang des 194.000 US-Dollar teuren Flugge- räts für Mitte bis Ende 2011 geplant sind. Zur Flight Design Werbewirksame Aufmerksamkeit er- reichte Flight Design durch die Stif- tung eines Flugzeuges für das dies- jährige Gewinnspiel der EAA. Flight Design präsentierte jetzt auch in den USA seine zwei neuen, schon auf der AERO vorgestellten, Pro- dukte: die Flugzeug-Handsteuerung und die zu- sätzliche Staufläche unter dem Rumpf. Die acht Kilo schwere Transportbox kann bis zu 30 Kilo Gepäck aufnehmen und vermindert dabei die Leistung nur um zwei Knoten www.flightde- sign.com Samson: noch ´n Flugauto Switchblade heißt dieses Flugauto des Herstellers Samson Motorworks. Erst- malig zeigte die Firma in Oshkosh ein 1 zu 1 Funktionsmodell. Wie das Terrafugia soll auch diese Maschinen in der LSA-Klasse Flie- gen. Ob mit der winzigen Tragfläche allerdings die Mindestgeschwindigkeit geschafft wer- den kann, ist fraglich. www.samsonmotor- works.com 22 Flügel 4/09 ) Meeting -Instrumente) Garmin Garmin bot ein ganzes Feuerwerk von Neuigkeiten für die Bereiche vom UL/LSA bis zur Berufsfliegerei. Maß- geschneidert für den UL/LSA-Bereich zeigte Garmin sein G3X /PFD- (Primary Flight Dis- play) und MFD- (Multi Function Display) Sys- tem. Das G3X mit dem 17,5 Zentimeter großen Display stellte Garmin treffend mit den Worten vor: „Seine Mutter war ein Tragbarer, sein Va- ter ein G1000!“ Das fest einzubauende Gerät kann außer allen Primärinstrumenten auch die Motorenparameter darstellen. Außerdem hat es eine Moving-Map-Funktion, Flugplanungsmög- lichkeiten, XM-Wetteranzeige (Option), AOPA- Flugplatzdatenbank und Kartographie mit Hin- dernissen. Angeboten wird dieses System als Ein-Display-Lösung für 9.995 US-Dollar oder als Doppel-Display- Lösung für 14.115 US-Dol- lar. G3X-Systeme konnte man schon während der Messe bei den Herstellern Flight Design, Gobosh, Sting Sport und Tecnam eingebaut seh- en. Das Garmin G600-System bekam SVT (Syn- thetic Vision Technology), eine Schnittstel- le zum Wetterradar, Windanzeige, Autopilot- Schnittstelle/Adapter und eine neue Grafik. Alle diese Funktionen, deren Wert laut Firma 8000 Dollar beträgt, sind jetzt in dem G600-Basis- preis von 29.995 US-Dollar inbegriffen. Garmin informierte uns, dass in den letzten zwanzig Jah- ren schon über 103.000 GNS 4xx/5xx Einheiten verkauft wurden www.garmin.com. I-phone lernt fliegen Ganz „in“ zeigte sich der GPS Welt- marktführer mit einer anderen Neuheit: er lehrt das Trendy-Handy fliegen. Ab Herbst soll es für die i-Phone-Applikation Flug- wetter- und Datenfunktionen, Flugplanung und eine Flugplan-Einreichungsfunktion für 99,95 US-Dollar Jahresgebühr geben. Für alle Smart- Phones wie z. B. Blackberry, legt man 9,95 US- Dollar monatlich auf den Tisch, um Flugplatz- diagramme, Standard-An- und Abflug-Charts sowie METAR-/TAF-Berichte zu erhalten. Mit- lerweile gibt es bereits mehrere weitere Anbieter für diese Art der Handy-Dienste; einer davon ist zum Beispiel http://coradine.com/ MGL Andere kleinere Hersteller, wie MGL Avi- cs, die sich auf den LSA- oder den Exoniperimental-Bereich spezialisiert ha- ben, brachten interessante Zusatzfunktionen für ihre bestehenden Systeme. Begutachten konn- te man die Weiterentwicklung des bekannten EFIS-Glascockpits „Voyager“ zum „Odyssey“. Das neue Gerät bietet einen 10,4 Zoll großen Display, ein hochauflösendes VGA-aktiv TFT- Display, einen schnelleren Prozessor und eine Schnittstelle zu Verkehrswarnsystemen und di- gitalen Autopiloten. Außerdem besteht die Mög- lichkeit der Anzeige auf dem Bildschirm von In- frarot- und Farbkamerasystemen. Überrascht entdeckten wir am MGL-Stand ein „Xtreme“ genanntes PFD-Display im Stil der Dynon-Kleingeräte, allerdings mit einem etwas breiteren Display (4,3 Zoll). Zwar ist das Gerät noch nicht käuflich zu erwerben, steht aber kurz vor der Markteinführung, laut Firmenauskunft zum Preis von zirka 1.500 bis 2.000 US-Dollar. Eine Besonderheit des Displays soll die Notfall- Funktion sein, die auf dem Display mit einem Touch den nächstgelegenen Flugplatz anzeigt www.mglavionics.com . Synthetic Wison Im Bereich der FLIR-Systeme (Forward Loo- king Infrared) scheint der aus dem Elektro- nikbereich bekannte Preisverfall eingesetzt zu haben. So kann man komplette Infrarot- und Normal-Kamerasysteme schon für 15.000 US- Dollar für zertifizierte Flugzeuge bekommen, z.B. bei Forward Vision das EVS-100. Ein ein- gebautes System sah man beispielsweise am Cirrus-Stand. www.forward-vision.net Für kleinere UL-/LSA-Flieger bot die Fir- ma Foresight eine einfachere Variante nur mit Infrarot-Kamera ab 7.500 US-Dollar an. Der dazugehörige Bildschirm mit Klappdis- play kostete nur 500 US-Dollar Aufpreis www. foresight.aero. Avionik und Elektronik Von allen Luftfahrtsegmenten zeigt der Bereich der Avionik und Elektronik die dynamischste Entwicklung. Egal, wo man hinschaute, man konnte etwas Neues entdecken. So ersetzen nicht nur Glascockpits die bisherigen analogen Instrumente, auch bei der Beleuchtung hat ein Umdenken stattgefunden. Die Glühbirne ist out, in sind LEDs in allen Stärken und vielen Farben. 26 Flügel 4/09