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Venedig als touristisches Ziel kennt wohl jeder, doch die Lagunenstadt hat auch für Flieger etwas zu bieten. Auf einem der schönsten Flugplät- ze Europas, direkt am Meer gelegen in Sichtweite des Markusplatzes, fand die vierte Ausgabe von „Salone del Volo" statt. Vom 23. bis 25. Sep- tember 2011 fand FLÜGEL auf der kleinen, aber feinen Messe mit Fly-in Schönes, Kurioses und Interessantes. Text und Fotos Marino Boric Meeting Das WEFLY! TEAM der Sportvereinigung „Baroni Rotti" (ital. für „kaputte ligrör-ie:] ist die einzige Kunstflugstaffel der Welt mit körperlich behinderten Piloten Anfluggeschwindigkeit 120 Stunden- kilometer, Landeklappen gesetzt - ich bin am Vortag der Messe „Salone del Volo" die Nummer zwei bei der Landung auf dem Aeroporto Nicelli auf der äußersten Spitze des Lido in Venedig. Beim Anflugmanöver mit einer Aquila A 210 wünsche ich mir, lieber in einem Hubschrauber zu sit- zen und oben bleiben zu können — so schön ist der Anblick. Links liegt der Markusplatz, unter mir schimmert in der herbstlichen Sonne der Canale Grande und der alte Kirchenturm von Lido bleibt rechts zum Anfassen nah. Die endlos wirkende Grasbahn ver- schwindet im blauen Meer, ein gigan- tisches Kreuzfahrtschiff begrenzt den Horizont. Bei der Landung habe ich das Gefühl, dass man hier auch mit einem Verkehrsjet landen könnte, wenn nicht das Gras unter den Rädern wäre. Laut AvioPortolano, dem Flugzeugführer für Privatpiloten, eignet sich die Landebahn für Flugzeuge bis 7000 Kilo, besitzt eine Länge von 994 Metern und ist 45 Meter breit. Diese Angaben für die 05/23 Landebahn sind offizielle Werte. In Wirklichkeit ist die Landefläche teilweise sogar über 100 Meter breit. Das betagte, gerade restaurierte Flughafengebäude von 1915 verströmt einen eigenen Charme und diente schon mehrfach als Kulisse für Filmaufnahmen. Das stilvoll ein- gerichtete Restaurant bietet heute eine große Auswahl an Spezialitäten. Eigentlich ist der Aeroporto Nicelli ein offizieller Flughafen, wegen der Veranstaltung degradierte man ihn aber zum Flugplatz. So genannte „advanced ULs" können Nicelli normalerweise ganzjährig mit Anmeldung anfliegen. Ein idealer Platz für ein Fly-in oder eine Messe! Dies muss auch den Organisatoren der „Expo Venice" (Venedigs Messeveranstalter), den Freunden des Aeroporto Nicelli und dem Herausgeber des „AvioPortolano" in den Sinn ge- kommen sein, als sie das erste Mal 2007 den „Salone del Volo" veranstalteten. Was als kleines Treffen anfing, erreichte in der vierten Ausgabe schon eine statt- liche Größe. So kamen Ende September über 800 Piloten in 400 Flugzeugen und 60 Aussteller mit 30 ausgestell- ten Fluggeräten von 14 Herstellern. Dies sind zwar keine Aufsehen erre- genden Zahlen, aber die Veranstaltung konnte, verglichen mit dem Vorjahr, immerhin ihre Zahlen verdoppeln. Die Palette des kleinen, aber feinen Events reichte vom einfachen Trike bis zum Turboprop-Wasserflugzeug für Privatleute, doch auch das Militär und die Finanzverwaltung waren mit Hubschraubern anwesend. Für Action in der Luft sorgte die Kunstflugstaffel der Vereinigung „Baroni Rotti" mit ihrem Programm. Italienflair vergangener Jahrzehnte verbreitete vor dem alten Flughafen das jährliche Oldtimer-Ferraritreffen. Es hätte mich nicht überrascht, wenn Greta Garbo aus einem alten roten Sportwagen ausgestiegen und zum Filmset des Flughafengebäudes ge- schritten wäre. Die Messegesellschaft sieht die Veranstaltung auf dem Flugplatz als Bindeglied zwischen Nord- und Südeuropa und möchte in Zukunft ver- stärkt im Aerotourismus präsent sein. Einige Pioniere konnte man schon sehen: Piloten aus München packten aus ihrem Flieger die Klappräder aus und radelten zum Markusplatz und das nicht zum ersten Mal. Venedig als Fliegerevent hat eben besondere Reize, die man sicher auch im nächsten Jahr vom 21. bis 23. September genießen kann. www.aeroportonicelli.it, www. salonedelvolo. it, www.aerotouring.eu FlUget Magazin Nr. 112 eros Italla brachte zwei Trikes, ausgestattet mit Mercedes- (Smart) und Ford- (Fiesta) Diesel- motoren. Preise für die Motore 14.250 bzw. 12.000 Euro -lead-Ups für ULs waren als Proto- typen zu sehen. Die Firma PatAvio aus Mailand möchte die Geräte Ende nächsten Jahres für 3500 Euro auf den Markt bringen. Seawings Europe als Teil von Heliair Venice bot an allen Tagen Sightseeingflüge über die Lagune. Dafür bekam die Firma in Venedig eine Wasserlandefläche zur Verfü- gung gestellt auch für regelmäßige Flüge zu Zielen entlang der ganzen Adria. as e e noc zur Kulisse: Ferrari California