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ere'rell FESTIVAL INTERNATIONAL DE L'AVIATION ULTRA-LEGERE •,dee44,- ' Am 3. und 4. September fand, traditionsgemäß am ersten Wochenende im September, die 31. Ausgabe des bekannten französischen UL-Fly-In statt. Neu in dieser 31. Auflage ist, dass sich das Fliegerereignis nun „Festival international de l'aviation ultra 16gere" nennt, statt wie bisher „Salon ULM de Blois". Der Grund hierfür waren größere Veränderungen in der Veranstaltungsorganisation, für die jetzt nur noch Jean Marie Carrd verantwortlich ist. Eigentlich handelt es sich nach drei- ßig Jahren um einen Neustart, der für Besucher allerdings kaum auszumachen war. Neben der Namensänderung war der einzige Unterschied die erstmalig erhobene Landegebühr von fünf Euro - möglicherweise ein Grund dafür, dass einige fran- zösische Piloten das Event boykottierten. Wahrscheinlich war jedoch eher die angekündigte Schlechtwetterfront für einen deutlichen Rückgang von ankommenden Flugzeugen verant- wortlich zu machen. Der Samstag zeigte sich noch warm und freundlich, doch zog es sich gegen Abend zu. Nächtlicher Dauerregen und Regenschauer am Sonntag reduzierten das Zweitages-Event fast schon auf ei- nen Tag, denn es gab nur noch wenige Besucher und Flüge am Sonntag. Eigentlich ist das ein bekannter Schwachpunkt von zweitägigen Veranstaltungen — der Organisator täte gut daran, daraus ein Drei-Tages-Event zu machen, um das Wetterrisiko zu verringern. Obwohl es den Anschein hatte, dass es nur halb so viel Besucher wie im Vorjahr gab, waren die Aussteller dennoch zufrieden, was ihrer Meinung nach der deutlich höheren Qualität der Besucher zuzuschreiben ist. Vor 31 Jahren fand das erste UL- Fly-in in Blois statt. Seitdem hat sich die Veranstaltung auf dem Re- gionalflughafen von Blois (LFOQ), knapp 200 Kilometer südlich von Paris, als größte ihrer Art in Frank- reich etabliert. Auch in diesem Jahr konnten wir mehrere natio- nale UL-Premieren, ja sogar Welt- premieren entdecken. 16 Hie 111k3 agazl Nr 111 BLOIS Wie immer waren in Blois viele Gyrokopter ausgestellt. Stark ver- treten waren Magni aus Italien und AutoGyro aus Deutschland. Neu war allerdings in dieser Klasse in Blois nur das Gerät von DTA. Die französische Firma DTA ist seit 1990 mit ihren Trikes auf dem Markt. Diesmal überraschte die Firma das Publikum mit ihrem ersten Autogyro. Das J-RO Cabriolet besitzt eine Tandem-Sitzanordnung und kann wahlweise mit einem Rotax 912 oder 914 Turbotriebwerk ausgestattet werden. Ab Werk wird es zwei Varianten geben, die Premium und Optimum heißen. Gewichtsmäßig liegt die Premium- Variante bei 264 Kilo und die Optimum bei 273 Kilo. Die Premium- Variante wird ohne Seitentüren geliefert, die Optimum-Variante ist nur voll geschlossen zu haben. Der Autogyro wurde in drei Jahren mit über 3000 Arbeitsstunden entwickelt. Das ausgestellte Gerät war mehrmals in der Flugvorfiihrung zu sehen. Es handelte sich trägt der Preis 68.300 Euro. Wer die Türen nachträglich erwerben möchte, muss 4000 Euro bezahlen. „In ein oder zwei Jahren werden wir dieses Gerät auch in Oshkosh vorstellen", erfahren wir von dem Sprecher der Firma. www.jro-dta.com Hubschrauber Die UL-Hubschrauber waren die Stars der diesjährigen Veranstaltung. Die französischen Behörden regelten die Anforderungen für UL- Pilotenscheine für Hubschrauber neu und setzten die Gewichtsgrenze für diese Geräte auf 450 Kilo fest, die neue UL-Heliklasse soll per Ende 2011 wirksam werden (siehe Opinion, Seite 3). Die Franzosen mit ihrem Faible für diese Klasse zeigten deshalb besonders großes Interesse an den ausgestellten Geräten. Interessanterweise kamen alle Hubschrauber-Neuigkeiten, die in Blois zu sehen waren, aus Italien. FAMA Nino Famä zeigte erstmals dem französischen Publikum die Kufenvariante des Hubschraubers KISS 209M, der im vergan- genen Jahr in Blois nur mit einziehbarem Fahrwerk zu sehen war. Im Flug war allerdings nur die Variante mit einem SOLAR- Turbinentriebwerk zu bewundern. Die Kufenvariante wiegt fast 20 Kilo weniger, so dass das Trockengewicht des Fliegers bei 280 Kilo liegen soll. Die komplette Produktion des Famä 209M ist für die nächsten zwei Produktionsjahre schon ausverkauft. Die Preise be- ginnen bei 140.000 Euro. www.famahelicopters.com LCA Einen besseren Zeitpunkt für die Weltpremiere des LH 212 Delta konn- te sich die norditalienische Firma LCA nicht aussuchen. CEO Roberto Lammana teilte uns mit: „Wir haben für die Entwicklung des LH 212 Delta acht Jahre gebraucht und es absichtlich geheim gehalten, damit wir in Ruhe arbeiten konnten. Eine der wichtigsten Komponenten ist die zentrale Struktur, die aus verschweißten Titaniumröhren besteht und nur 16 Kilogramm wiegt." Das Trockengewicht des zweisitzigen Hubschraubers beträgt mit einem Rotax 914 Turbo nur 275 Kilo. Der Hubschrauber mit einem Hauptrotordurchmesser von 6,6 Metern soll eine Reisegeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern haben. Die Reichweite liegt bei drei Stunden oder 400 Kilometern. Der ausge- stellte Prototyp ist eigentlich schon das Vorserienmodell. Mit dem Rotax 914 kostet das LH 212 Delta 125.000 Euro. www.lcahelicopter.com 5/2011 Feel [IU Edegy3 17 HtLISPORT Der dritte im Bunde der neuen italienischen Hubschrauberpräsentationen war der Hersteller Helisport aus der Nähe von Turin. Erstmalig war auf einem Fliegerevent die zweisitzige Tandemvariante CH77 zu sehen (siehe FLÜGEL 110 — 4/2011, S. 24). Sie basiert auf dem bekannten Produkt von Helisport, genannt CH7 Kompress, besitzt allerdings eine side-by-side statt der Tandem-Sitzanordnung. Der CH77 kam im Flug nach Blois mit einem einzigen Tankstopp. Angetrieben wird der CH77 mit einem Rotax 914 Turbotriebwerk, das für mehr Leistung von der Firma EPA aus Novara getunt wurde. Als Resultat liefert der Motor nun 128 PS. Die Erstauslieferung ist für 2012 geplant. Der Einführungspreis für den nur als Kit erhältlichen Hubschrauber beträgt 99.000 Euro ohne Motor, Elektrik, Instrumente und Farbe. BLOIS Fama Helicopter Trikes ELLIPSE,DELTA Der französische Trike-Hersteller Ellipse Delta hat den nack- ten Einzelsitzer Alizd modernisiert. An dem „Pulma" genannten Flieger sind aerodynamische Verkleidungen vor dem Piloten und den Rädern angebracht, die den Treibstoffverbrauch bis zu zehn Prozent senken. www.ellipse-delta.com 18 flUgei Dm Nr. 111 Dreiachser DIRECTFLY Die tschechische Firma Directfly sorgte im Dreiachserfeld für die größte Überraschung. Auf der letzten AERO präsentierte sich die Firma nicht, obwohl sie in Tschechien und USA den Ganzmetall-Tiefflügler Alto anbietet. Der hier ausgestellte abgestrebte Schulterdecker mit Namen arGO war sozusagen eine Weltpremiere. Der Ganzmetall-Zweisitzer kam im Flug von Tschechien nach Blois. Der Pilot erzählte uns: "Auf dem Hinflug erreichten wir fast 200 Stundenkilometer Reisegeschwindigkeit. Mit diesem Flugzeug kann man bequem auch län- gere Strecken fliegen, weil die Kabinenbreite 1,10 Meter beträgt." Das Trockengewicht des Fliegers beträgt 292 Kilo. Ab Spätherbst ist es ab 56.000 Euro mit dem Rotax 912 S Motor zu haben. www.directfly.cz AEROPILOT LEGEND 540 Für dieses erstmalig auf der AERO 2011 in Friedrichshafen präsentierte Flugzeug bedeutete der diesjährige Besuch in Blois die französische Premiere. www.aeropilotcz.com GOLDEN CAR Ebenfalls eine nationale Premiere lieferte die italienische Firma Golden Car mit dem F30 Brio mit Festfahrwerk, einer Variante des letzten Entwurfs des verstorbenen Designers Stelio Frati. www.f30fly.com 5/2011 20 fielet CM VENTURA 1200 Hier ist ein Vorschlag für einen Trike-Antrieb, der auf dem BMW-Motorradmotor mit zwei Zylindern basiert. Trike-Hersteller Ventura entwickelte ein Zahnradübersetzungsgetriebe für den Boxermotor, der für 3676 Euro zu haben ist. Den neuen Motor mit Getriebe liefert Ventura für 7330 Euro, für überholte Exemplare sind 4720 Euro fällig. Secop2@wanadoo.fr Nr. 111 SHERWOOD RANGER Erstmalig in Blois war der britische Doppeldecker Sherwood Ranger im statischen Display sowie auch in der Luftvorführung zu sehen. Als Hersteller zeichnet Lanitz Aviation. www.oracover.de PROMECC Die Freccia konnte man erstmalig auf der AERO 2011 sehen. Bei der franzö- sischen Premiere in Blois zeigte sich der Besitzer Mauro Dono überglücklich: „Nach 46 verkauften Sparvieros ist jetzt der Verkauf der Frecchia besser als ge- dacht angelaufen. Allein in Blois haben wir schon drei unterschriebene Verträge bekommen." www.promecc.com • COMCO IKARUS Die Firma war in Blois mit zwei Modellen präsent, mit der tausendsten C42 und mit der neuen C52, die man hier zum ersten Mal zeigte. www.comco-ikarus.de Motoren Auch in diesem Jahr waren die fran- zösischen Schrauber mehr als fleißig und zeigten viele Alternativen für den Einsatz in UL-Fliegern. LAD AERO Für all die, die auf dem Vergaser beatmeten Motor Rotax 912 ein Einspritzsystem haben möchten, bietet die Firma LAD Aero einen Umbausatz an. Das komplette Umbaukit ist für 2700 Euro zu erwerben. Es bein- haltet die gesamte Verkabelung, Treibstoffleitungen und einen ECU. Diese Ein-Rechner-Modullösung kann für 1000 Euro mehr verdoppelt werden. Zusätzlich zur Treibstoffeinspritzung bietet die Firma für die 80 PS Rotax 912 Motoren ein Riemen angetriebenes Zentrifugalgebläse an, das die Leistung des Motors auf 120 PS steigert. Der Preis für diese große Leistungssteigerung beträgt 2000 Euro. lad-aero@orange.fr SWIS§„MWOR ENGINEERING Die schweizerische Firma vertreibt die Zweizylindermotoren der italienischen Firma SME. Dieses Mal brachte man einen neuen Einzylindermotor nach Blois. Dieser Motor basiert nicht wie der Zweizylindermotor auf Weber-Automotorteilen, sondern auf Motorkomponenten, die in Cart-Rennen eingesetzt werden. Der M250 Injection ist ein Einzylinder-Viertakter, der unübli- cherweise in diesem Segment eine Treibstoffeinspritzung vorzuweisen hat. Interessanterweise wurde dieser Motor mit der Hilfe des italienischen Autogyro-Herstellers Claudio Pagotto entwi- ckelt. Das Trockengewicht des Einzylinders mit Riemen-Untersetzung beträgt 24 Kilo. Aus 250 ccm bei 7000 U/min liefert dieser kompakte Motor 28 PS. Der Preis steht noch nicht endgültig fest, aber dürfte bei 3900 Euro liegen. www.swissmotorengineering.net II Ir re • ,\ 11 .21e44 UL-POWER Die belgische Firma zeigte auf der AERO 2011 die Sechszylinder-Studie, die aus dem bekann- ten Vierzylindermotor entwickelt wurde. Der Firmeninhaber informierte uns: „Den Erstlauf des Motors auf dem Prüfstand planen wir jetzt für Anfang Oktober. Den ursprünglichen Termin im Sommer konnten wir aus organisatorischen Gründen nicht halten." www.ulpower.com POW 9120125 PROMOTION BLOIS 4011 4560 4 Ih BLOIS VIJA Dieser französische Motorenhersteller präsentierte schon vor vier Jahren seine ersten Luftfahrtantriebe, die auf Suzuki-Motorrad- Vierzylindermotoren basieren. Acht Motoren mit 100 oder 120 PS verkaufte die Firma bisher. Die verkauften Modelle besaßen ein mechanisches Reduktionsgetriebe mit einer Propellernabe in der Höhe der Zylinderköpfe. Wegen der Nachfrage aus dem Trike- Segment entwickelte die Firma ein Reduktionsgetriebe, dessen Propellerflansch sich knapp 30 Zentimeter tiefer befindet. Die Preise bewegen sich von 9.900 bis 14.500 Euro für die beiden PS- Varianten. www.vija-engines.com 5/2011 Flügel [3Cg mdgdzin 21