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Praxis Sporty's Nav/Com SP-400 Eine handvoll Qualität Es ist ungewöhnlich, dass eine Firma ein neues elektronisches Produkt vermarktet, das keine herausragenden Merkmale hat und anscheinend auch nur mit wenig High- tech ausgestattet ist. Doch genau das hat Sporty's Pilot Shop mit dem SP-400 getan. Text und Fotos Marino Boric Das zu den größten Fliegerbedarfs- Firmen der USA zählende Unternehmen hat mit dem SP-400 ein anscheinend unscheinbares Nav/Com Handgerät auf den Markt gebracht. Dass es umgehend einen erstaunlichen kommerziellen Erfolg erfahren hat, liegt wohl an sei- nen Qualitäten. Das SP-400, das ich 2010 in Lakeland zu sehen bekam, schien kein High-Tech- Gerät zu sein und sah ziemlich unspek- takulär aus, so wie man es als Pilot von einer Handgurke mit Nav-Display eben gewohnt war. Während der AirVenture in Oshkosh traf ich die Sporty's Crew wieder und erkundigte mich nach dem SP-400. Die Antwort überraschte mich: „Fantastisch, wir sind ausverkauft!" Die erste Produktionseinheit, die den geplanten Bedarf für das ganze Jahr hätte abdecken sollen, war in nur zwei Monaten verkauft. Bei der Sun 'n Fun im Frühjahr 2011 besuchte ich erneut den Stand von Sporty's und erfuhr, dass die Verkäufe des SP-400 „einfach wunderbar" seien. Dann überließen mir die freundlichen Jungs aus Ohio ein Gerät, um es für eine Weile zu testen. Das SP-400 ist Sporty's neuestes Nav/ Com Handgerät, das in den USA 399 Dollar kostet. Es kommt in einer übli- chen Verpackung. Man öffnet sie, setzt die Gummi-Antenne und acht AA- Batterien ein und schaltet „on". Und freut sich: Es ist bemerkenswert einfach zu bedienen. Es gibt nicht einmal eine Menü-Taste. Dabei liegt es gut in der Hand, obwohl es mit seinen Ausmaßen von 60 x 40 x 140 mm und knapp einem halben Kilo ordentlich groß ist für ein Handheld. Das Gehäuse besteht aus einem soli- den, harten Kunststoff, der mit einer orangefarbenen, griffigen Haut über- zogen ist. Damit rutscht es einem auch bei Feuchtigkeit nicht aus den Händen. Dennoch würde ich es begrüßen, wenn einige Stellen im Griffbereich wie mein Rasiergerät gummiert wären. Die Vorderseite des SP-400 wird durch ein 43 x 41 mm LCD-Display domi- niert. Darunter sind 16 große Tasten angeordnet mit einem automatischem „oft der Hintergrundbeleuchtung zur Schonung der Batterie. Die Lesbarkeit des Displays ist erstklassig; auch ein älterer Pilot wie ich ist in der Lage, alle Hinweise zu lesen. Es gibt eine spezielle 121,5 MHz Notfrequenz-Taste, ein NOAA Wetter- Empfänger (in Europa nicht zu emp- fangen), sowie ein Mithörton für die eigene Sprache, wenn man das optio- nale Headset trägt. Auf der Kopffläche des SP-400 sind die Antennenbuchse, der Kopfhörer- und Mikrofonanschluss, der Squelch- und der On/Off-Lautstärkeregler angebracht. Auf der linken Seite des Gerätes befindet sich die Lichttaste und auf der rechten Seite die, mit der man die letzte Frequenz wieder aktiviert, daneben sind die Akkuverriegelung und darüber eine 12V-Buchse. Das SP-400 rastet mit einem Frequenzabstand von 8,33 MHz. Es empfängt auf 200 NAV-Frequenzen (108,000 MHz bis 117,950 MHz) und 3.000 COM-Frequenzen (118,000 MHz bis 142,975 MHz). Gesendet wird auf 2280 COM-Frequenzen (118,000 MHz bis 136,975 MHz). NAV/COM SP-400 VON SPORTY'S PILOT SHOP Ein Handgerät für Luftfahrt-Kommunikation und -Navi Der knapp 500 Gramm schwere Transceiver verfügt uber folgende Features: • 2.280 COM-Frequenzen (118,000 MHz bis 136,975 MHz) / (137,000 MHz bis 142,975 MHz nur Empfang) • 200 NAV-Frequenzen (108,000 MHz bis 117,950 MHz) • Duplex-Kommunikation-Gerät sendet auf der Flight Service Station (FSS) Frequenz 122,100 MHz, während der Wiedergabe über eine VOR-Frequenz • 8,33 MHz Frequenzabstand • Letzte Frequenz-Wähl-Funktion • Course Deviation Indicator (CDI) mit Omni Bearing Selector (OBS) und zum vom Indicator. • Localizer mit CDI • VOR mit CDI • ILS mit CDI • Auto-Lit Tastatur und Bildschirm • 20 Visual Memory Channels • Key Lock • 43 x 41 mm LCD-Bildschirm • Batterieanzeige • NOAA Weather Band • Externe Stromversorgung • Antenne Optionen • 121,5 Notfrequenz-Taste • Einfachste Hand-Transceiver verfügbar Verwendung • Mithörton (eigene Stimme über den Kopfhörer) • Full-Feature-Scanner: Scan der 20 Speicherkanäle oder den gesamten Frequenzbereich • Import Deutschland: zurzeit nur privater Direktimport des SP-400 möglich. 44 rIllnal XT.• 1 1 n 1,11. 11V wyci UJJ4jUlillj L.et-V Ce Das Gerät ist einfach zu bedienen, weil es nicht mit endlosen, anpassbaren Menüoptionen überlastet ist, die in der Regel den Nutzer verunsichern. Die Feldstärke mit Gummiantenne war im Cockpit des Composite-LSA fast genauso stark, wie die des einge- bauten Funkgerätes. Der Ton war laut und deutlich, five-by-five, auch ohne Headset in dem mit einem Rotax 912S gepowerten Flugzeug. Die aktive Frequenz wird immer oben im Display angezeigt, die letzte Frequenz darunter. Zur manuellen Eingabe der gewünschten Frequenz, beispielsweise 118,700 MHz, wird einfach 1 1 8 7 0 0 über die numerische Tastatur eingegeben. Nach jeder Eingabe springt der blinkende Cursor zur nächsten Stelle. Sechs Stellen müssen eingetippt werden, um eine Frequenz zu wählen. Manuelle Frequenz- Suche wird durch Drücken der UP- oder DOWN-Taste getan. Die automatische Suche nach dem Funksignal wird durch Drücken und Halten der UP- oder DOWN- Taste für eine Sekunde möglich. Es kön- nen 20 COM- und NAV-Frequenzen in Fünfer-Gruppen auf vier separaten Seiten auf dem SP-400 gespeichert werden. Was dieses preiswerte Gerät zudem aus- zeichnet, ist sein VOR/ILS-Empfänger, der für die Enroute-Navigation und den Approach verwendet werden kann und als Back-up, sollte das GPS aussteigen. Ich überwachte mehrere Landungen mit dem SP-400 und kann bestätigen, dass seine NAV-Option präzise funkti- oniert. Auch das VOR-Tracking passt; über unbekanntem Gelände kann es in Ermangelung eines GPS eine große "Seelenfrieden"-Funktion haben. Ungenügend vorbereitet, wie ich war (!), hatte ich erst einige Schwierig- keiten, um einen Kurs zu einem aus- gewählten VOR zu fliegen, denn ich wusste nicht, wie man das OBS pro- grammiert (will heißen: immer zu- erst die Bedienungsanleitung lesen!). Dabei ist diese Aktion sehr einfach: OBS-Knopf gedrückt halten während man die drei Zahlen für den Kurs ein- gibt (numerische Tasten oder UP und DOWN Knopf). Das SP-400 wird mit acht AA-Batterien versorgt, die Laut Sporty's Handbuch eine Laufzeit von 15 Stunden ermögli- chen. Für den regelmäßigen Gebrauch würde ich 200 $ ins NiMH-Akku-Pack mit Ladegerät investieren oder in einen Zigarettenanzünder-Adapter. Ein wei- teres interessantes Accessoire für den täglichen Gebrauch ist die Steuerhorn- Befestigung (25 - 60 $). FAZIT Meine ursprüngliche Idee war, ein Stück Luftfahrt-Ausrüstung in der Praxis zu testen, ein Handheld, das für mich nicht viel mehr als eine Back- up-Versicherung war für den Fall des Verlustes des eingebauten Nav/Com. Nach wenigen Flügen aber hatte ich ge- lernt, Sporty's SP-400 zu schätzen und im fliegerischen Alltag ganz „normal" einzusetzen, wobei es schade ist, dass ich im LSA die ILS-Funktion nicht be- nützen durfte und das Gerät wieder zu- rückgeben musste. www.sportys.com NAV-COM-HANDFUNKGERÄT IN DEUTSCHLAND Neben den Importkosten (Fracht, Zoll und MwSt.) muss jedes Handfunk-Modell kostenpflichtig von der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen mit einer TK-Zulassung für den Betrieb genehmigt werden. Zum Betreiben eines Handfunkgerätes bedarf es einer zusätzlichen, ebenfalls kostenpflichtigen Genehmigung. Mehr: www.Bundesnetzagentur.de