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Präsentation Auf der AERO 2011 in Friedrichshafen konnten viele neue Designs und Weiterentwicklungen spe- ziell im Bereich ultraleichte Dreiachser gesehen werden. FlyNano aus Finnland aber war einer der absoluten Höhepunkte. Text Marino Bonc 111 Das ultraleichte Flugboot-Projekt des Finnen Aki Suokas ist die Konkretisierung eines Traumes von vie- len Piloten. Aki ist Luftfahrt-Ingenieur. Er hat an der Helsinki University of Technology studiert und sein ganzes Berufsleben mit dem Design und der Konstruktion von Flugzeugen und Booten verbracht. Unter anderem war er an der Entwicklung und Konstruktion von Segelflugzeugen (u.a. PIK20) und Schlepp-Flugzeugen beteiligt (PIK27, sein eigenes Design) und war auch am Design von Hybrid-Katamaranen betei- ligt (siehe www.windcraft.fi). Berücksichtig man diesen Werdegang und Akis Aussage: „Der Mensch wur- de geboren, um zu fliegen!", ist es verständlich, dass er mit dem FlyNano seinen Traum vom Mini-Flugboot ver- wirklicht. Aki begann Ende der 90er Jahren mit ersten Skizzen, doch erst vor etwa fünf Jahren wurde die Idee des un- endlichen Flügel-Flugzeugs geboren: „Die Flügelstruktur ist so stabiler und es sieht einfach gut aus". Der Nano- Prototyp war lange vor der AERO 2011 fertig. Aber der strenge Winter in Finnland mit den zugefrorenen Seen ließ keine Erprobungsversuche zu. Dennoch war Aki in Friedrichshafen happy, weil seine ultimative Flugspaß- Maschine in der Öffentlichkeit gut ankam. „Die Pilotenreaktionen waren zu fast 99 % positiv!" Auch aus der Sicht des Konstrukteurs war Aki zu- frieden. Sein Prototyp aus Kohlefaser Composite war nur 1,5 kg schwerer als die berechneten 76 Kilo. Nach der AERO war das Eis von Finnlands südlichen Seen geschmol- zen. Aber auch die hoch gesteckten Erwartungen schmolzen: Der Rumpf des FlyNano erzeugte im Wasser zu viel Widerstand, um 'auf Stufe zu gehen'. Eine Rumpfmodifikation reduzierte den hydrodynamischen Widerstand um etwa die Hälfte. Das zweite Problem, das während der Wasser-Tests auf- tauchte, hatte mit dem Motor zu tun. Der verwendete Zweitakter entwi- ckelte unerwartete Probleme, die Propellerbefestigungsschrauben und der Auspuff brachen. Da entschied sich Aki, alle weiteren Tests ausschließ- liche unter Verwendung eines elektri- schen Antriebssystems durchzuführen. „Die E-Motor-Option war ohnehin der Favorit bei 95 % der potentiellen Käufer!" Zurzeit werden die letzten Wassertests ohne Motor im Schlepp hinter einem Boot erprobt (großes Foto), während im Trockenen der Flytec-E-Motor an- gepasst wird. Der HPD 13,5 (High Power Direct) entwickelt 13,5 kW, ausreichend für 10 bis 20 Minuten Flugzeit - je nach Umgang mit dem Leistungshebel. Laut Aki benötigt der FlyNano im ho- rizontalen Reiseflug etwas weniger als 10 kW. Ein großer europäischer E-Motoren-Spezialist entwickelt der- zeit speziell für FlyNano einen 20 kW-Antrieb. Bemerkenswert ist, dass das Gewicht des Benzinmotors und das des Elektroantriebes (jeweils inkl. Benzin bzw. Akkus) mit 19 bis 20 kg fast identisch ist. Die benzinbetriebe- ne Version ist jedoch vorläufig auf Eis gelegt. In diesen Tagen ist der zweite Prototyp des FlyNano fertig geworden. Der Erstflug wird per Ende Juni erwar- tet. Wenn alles planmäßig verläuft, soll die Serienproduktion mit Elektroantrieb im Dezember beginnen mit einer ma- ximal möglichen Kapazität von 30 Flugzeugen pro Monat. Die ersten Maschinen werden an die zahlreichen Händler auf der ganzen Welt gehen. Die ersten Endkunden werden wohl erst im Laufe des ersten Quartals 2012 beliefert werden können. Die Flügelspannweite des einsitzigen Spaß-Flugbootes FlyNano beträgt knapp 5 m, Nase bis Leitwerk 3,5 m, Höhe 1,3 m. Das Leergewicht ohne Akkus wird laut Aki Suokas um 70 kg liegen. Das maximale Startgewicht liegt je nach Motorisierung bei 180 bis 200 Kilo, der Flugbereich bei 70 bis 140 km/h mit ei- ner theoretischen Reichweite von 70 km bei 75 Prozent. Alle hier aufgeführten Daten sind vorläufig und berechnet. Der Flügel ist für den einfachen Transport und die Lagerung leicht abnehmbar. Der Preis für die elektrische Version liegt bei 27.000 Euro, eine geeignete Anhänger- und Aufbewahrungsbox für den FlyNano kostet 5.300 Euro (alle zzgl. MwSt.). www.flynano.com 38 FlUgel Magazin Nr. 109