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) Fly-in bei Bologna ) Ozzano 2008 Cielo e Volo Himmel und Fliegen: ein italienisches Flieger-Meeting mit Überraschungen 99.000 Euro UL-Heli AK1 Die erste Überraschung war das Wetter am Samstagmorgen: azzurro – blau? Von wegen, in ganz Italien entwickelten sich heftige Cumulonimben, die fast vom Bo- den bis in mehrere tausend Meter Höhe reichten. Eine hoffnungslose Lage für die vielen Flieger, die deshalb dieses Jahr nicht zum wichtigen Fly- in in Ozzano, zehn Kilometer östlich von Bo- logna, kommen konnten. Enttäuschend war das auch für die Aussteller, denn der Besucherstrom hielt sich stark in Grenzen, obwohl die Messe doch einiges Neues zu präsentieren hatte. Paolo Da Porto, Organisator der Luftfahrt- messe „Cielo e Volo“ (Himmel/Luftraum und Fliegen) bedauerte dies nach der Messe: „Fast alle Aussteller waren trotz des Wetters da. Insge- samt wurden 65 Flugzeuge gezeigt und auch die Hangars mit Avionik und Teilen waren bis zum letzten Platz besetzt, aber was fehlte, waren die Besucher. Normalerweise zählen wir bis zu 350 Besucher-Flugzeuge, aber in diesem Jahr hatten wir wegen des schlechten Wetters nur 45 Piloten pro Tag. Auch die Zahl der Besucher mit Au- tos belief sich nur auf 1500 pro Tag. In den ver- gangenen Jahren waren 10.000 Besucher keine Seltenheit.“ Doch die, die kamen, hatten viel zu sehen. Neuigkeiten gab es fast an jedem zwei- ten Stand. UL-Heli Syton mit Turbine Die zweite Überraschung in Italien war noch un- erwarteter als das schlechte Wetter: Alpi Aviati- on aus Pordenone präsentierte einen UL-Hub- schrauber! Nein, kein Druckfehler, tatsächlich verblüffte der Flugzeughersteller das Publikum mit seinem ersten Hubschrauber, den Syton AH130. Obwohl es sich um das erste Produk- tionsexemplar handelte, wirkte der zweisitzige Hubschrauber sehr professionell hergestellt, perfekt verarbeitet und zeugte von einem hohen Produktionsstandard. Der Hubschrauber wäre an sich nicht so eine große Sensation, aber die Technik hat es in sich. Beim Demonstrationsflug faszinierte ein hoch- frequentes Pfeifen das anwesende Publikum – Hinweis auf einen Turbinenantrieb. Die einge- baute Turbine der Firma SOLAR, die 130 PS entwickelt, beschleunigt den Hubschrauber auf 160 bis 190 km/h Reisegeschwindigkeit und 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die leichte Turbine hat ein TBO von 2000 Stunden und mit einem 45-Liter-Stunden-Ver- brauch bei Reisegeschwindigkeit. Damit ermög- licht der 95 Liter Tank zwei Stunden Flugzeit. Das Leergewicht beträgt 280 kg und das Höchst- gewicht 450 kg. Einer der Teilhaber der Firma, Corrado Rusalen, informierte uns: „Ab Janu- ar 2009 sind wir in der Lage den 180.000 Euro teuren Hubschrauber zu liefern. Die geplante Produktionsrate wird sich auf ein Stück pro Mo- nat belaufen.“ Auf die Frage, ob es sich bei dem Hubschrau- ber um einen ausländischen Lizenzbau han- delt, antwortete Dr. Lugli Raffaele aus der For- schungsabteilung der Firma Alpi: „Bei dem Syton handelt es sich um ein Produkt, das nur mit italienischen Know-how und bisher nicht nach industriellem Standard hergestellt worden ist. Alpi Aviation kümmert sich um Flugtests und die Zertifizierung. Wir werden diesen Hub- schrauber dann erstmals zur Serienproduktion bringen.“ 99.000 Euro UL-Heli AK1 Dem italienischen Publikum wurde erstmals auch der in der Ukraine hergestellte Hubschrau- ber AK1 von der Firma Egicopter (www.egi- copter.com) präsentiert, importiert von Egimo- tors / Lissone. Der für 650 kg MTOW ausgelegte Hubschrauber wird durch einen Subaru-Vierzy- linder (2500cc / 156 PS) angetrieben. Massimi- liano Etzi vom italienischen Importeur teilte uns auf Anfrage mit: “Den ausgestellten AK 1 wer- den wir bald für 150.000 Euro anbieten können. Die Nachfrage nach einem soliden und leichten Flügel 3/08 43 ) Fly-in bei Bologna ) Zweimot Tecnam P2006T Hubschrauber ist in Italien sehr groß.“ Inoffiziell wird aber auch von einer UL-Variante gespro- chen, die mit Schwimmern 480 kg MTOW wie- gen soll und - man höre und staune - für 99.000 Euro zu haben sein soll. Es ist der Firma zuzutrauen, dass sie die da- für nötige Gewichtsreduzierung (jetzige Leer- masse 380 kg) hinbekommt, da sie viel Erfah- rung mit Leichtbau und Renntechnik besitzt. Bei der UL-Motorisierung wird vom Einsatz eines deutschen Zweizylinder-Turbomotor mit 140 PS gemunkelt- was auch perfekt in die „Abspeck- Kur“ passen würde. Autogyro Xenon 2 Großes Interesse zog auch der vollverkleidete zweisitzige Autogyro Xenon 2 von MCL-Avio (www.mclavio.eu) auf sich. Der mit einem Ro- tax 912S oder Rotax 914 Turbo angetriebene Tragschrauber besitzt eine sehr breite Kabine von 120 cm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 bzw. 170 km/h.Er hat eine maximale opera- tive Höhe von 2500 m. UL Wimana Die Firma I.C.P. aus Asti (www.icp.it) hat zum ersten Mal ihr neues Flugzeug Vimana vorge- stellt. Es handelt sich - wie im Hause I.C.P. üb- lich – um einen Hochdecker, der als eine aero- dynamisch rundliche Weiterentwicklung der eckigen Savannah zu bezeichnen ist. Angetrie- ben von einem Rotax 912S erreicht das neue UL maximal 220 km/h und bietet eine Reisege- schwindigkeit von 197 km/h mit 800 km Reich- weite. Zweimot Tecnam P2006T Für einen spontanen Publikumsapplaus sorgte nach einer gelungen 7-minütigen Flugvor- stellung der Pilot der zweimotorigen Tecnam P2006T, Capitano De Blasio Vincenzo, der eine perfekte Landung mit zwei stehenden Motoren vollbrachte. Der eigentliche Star dieser Mes- se demonstrierte in eindrucksvoller Weise bei der ersten offiziellen Vorstellung in Italien seine herausragenden Flugeigenschaften. Besonders interessant war die Leichtigkeit, mit welcher dieses Vorserien-Flugzeug mit einem stehenden Motor sehr enge Kreise flog. Rotax und andere Kräfte Natürlich waren wie bei fast jedem Event auch Rotax und Jabiru mit ihrem bekannten Motoren- programm vertreten. In Italien konnte auch Si- monini nicht fehlen. Aber auch die Tuner waren anwesend, beispielsweise Stefano Gamberini von Flygas (www.flygas.info) bei Bologna. Er hat eine interessante Kombination von Verga- ser und Einspritzanlage für den Rotax 912 Mo- 44 tor gebaut. Seine patentierte Anlage „Safe Fly“ ist einzigartig, weil er den 912 Motor wahlwei- se mit den originalen Vergasern oder mit einer elektronischen Einspritzanlage betreiben kann. Alles, was man in Cockpit machen muss, ist einen Knauf zu ziehen, um zwischen den zwei Anlagen zu wählen. Die Anlage, die 3700 Euro kostet, wiegt zwei Kilo und ist als Sicherheits- reserve gedacht und nicht als Leistungssteige- rung. Stefano bietet für den Rotax 912 auch ei- nen über Riemen angetriebenen Zentrifugallader zur Leistungssteigerung an. Der gleiche Lader dient zur Leistungssteigerung bei dem von Fly- gas vertriebenen luftgekühlten Zweizylindermo- tor GAS 252, wo dem altbekannten Citroën-Mo- tor 70 PS entlockt werden. Trike mit Flüssiggas-Motor Dass die Italiener begnadete Mechaniker sind, ist bekannt. Einer von ihnen, Franco Castellani von der Firma Tuscany-Flight (www.tuscanyf- light.it) aus der Nähe von Pisa, bewies uns mit seinem Trike, dass man auch für 6 bis 7 Euro pro Stunde fliegen kann. Er hat in das Phoenix-Tri- ke mit La-Mouette-Golf 19-Fläche einen Vier- zylinder-Skodamotor mit 79 PS eingebaut, der mit Flüssiggas betrieben wird. Es dürfte sich da- bei wohl um die preiswerteste Art des Motorflie- gens handeln. 900 g Kombi-Instrument Eclipse Für eine richtige Überraschung auf dem Instru- mentenmarkt sorgte die in Italien bekannte Fir- ma Microel (www.microel.it) mit dem neuen Glasdisplay „Eclipse“. Die neuen 7- Inch-Dis- plays können als EFIS (Electronic Flight Infor- mation Display) und bzw. oder als EIS (Engine Information System) genutzt werden. Der Be- sitzer von Microel, Antonio Gaiano, schwärmte mit italienischem Temperament: „Die Reaktion auf unsere EFIS/EIS ist unglaublich! Schein- bar sind 2600 Euro für eine komplette Anlage sehr konkurrenzfähig, besonders, wenn man be- denkt, dass unsere Anlage mehr Funktionen als Dynon hat!“ Sehr interessant ist auch die Erwei- terungsmöglichkeit der nur 900 g schweren An- lage; jederzeit kann zum Hauptdisplay auch ein zweites Display zugeschaltet werden, das dann alle Funktionen des Hauptdisplays darstellt, aber nur halb soviel wiegt und kostet. Obwohl sich der Wettergott auch am Sonntag nicht erbarmte und die Besuchermassen ausblie- ben, behält die Messe Cielo e Volo den Anspruch eine der wichtigsten in Italien zu sein. Hoffent- lich bekommen die Veranstalter nächstes Jahr ei- nen „Cielo azzurro“ – verdient haben sie es. Marino Boric 11 900 g Kombi-Instrument Eclipse Trotz Sommer kam diese Zlin Savage mit Ski Flügel 3/08 Autogyro Xenon 2 UL Vimana 99.000 Euro UL-Heli AKI, der Turbinengetriebene Helikopter wird von Alpi Aviation, dem Hersteller der Pioneer Dreiachser gebaut und vermarktet Trike mit Flüssiggas- Motor UL-Heli Syton mit Turbine Flügel 3/08