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) Meetings ) ILA 2008 l Flugbasar auf ll Großbaustelle Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin präsentierte sich als Messe der Superlative – größer, grüner, sparsamer - und glänzte mit Zahlen: vom 27. Mai bis 1. Juni präsentierten 1.127 Aussteller aus 37 Ländern auf dem mit 250.000 Quadratmetern größten temporären Messegelände Deutschlands am Flughafen Schönefeld, was die Branche zu bieten hat. Einige Umwege mussten die 241.000 Be- sucher bei der Anreise in Kauf nehmen, da der Flughafen Schönefeld zurzeit zum Großflughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) umgebaut wird. Doch die Organisatoren hatten die Großbaustelle im Griff und sorgten für einen guten Ablauf. Publikumsmagnet der ILA war die Air Show, an der sich das diesjäh- rige Partnerland Indien u. a. mit einer kunstvoll bemalten Hubschrauberstaffel beteiligte. Großes Interesse zeigten die Besucher auch an anderen Schwerpunkten wie an der Ausstellung „60 Jahre Luftbrücke“, die an die größte humanitäre Lufto- peration aller Zeiten erinnerte. Mit dem Messeergebnis zeigten sich die Or- ganisatoren zufrieden, was angesichts von Ver- tragsabschlüssen über 5 Milliarden Euro nicht verwunderlich ist. Darunter befand sich auch der größte Flugzeugauftrag, der jemals auf ei- ner ILA bekannt gegeben wurde: 35 Airbus-Ma- schinen für Gulf Air (Bahrain) in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Die ILA ist eben „big business“ geworden und vom kleinen UL-Flieger über Ge- schäfts-Jets, Mega-Transportflugzeuge, Militär- Technik bis zur Raumfahrt-Industrie war alles vertreten. Nicht nur groß, auch grün kam die ILA dieses Jahr daher. „Greener Skies Ahead“ nannte sich ein zentraler Themenkomplex, der sich Innovati- onen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen durch den Luftverkehr widmete. Auf dem „Path of Innovation“ führten 24 Aussteller Produkte und Projekte vor, die den Kongress mit schon anwendungsreifen Technologien untermauerten. Emissionsfrei arbeitende Brennstoffzellen konn- ten bei Airbus/DLR und Diamond Aircraft/Bo- eing bewundert werden. Bei Airbus wurde die Brennstoffzelle in einem A 320 als möglicher Ersatz für die APU (Auxiliary Power Unit) und als Notstromgenerator bei Triebwerkausfall im Flug gezeigt. Im Boeing/Diamond-Projekt benutzt man die Brennstoffzelle mit Batterieunterstützung zum Antrieb. Am 3.April 2008 hatte Boeing bekannt gegeben, zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt einen Flug mit einem bemannten Flug- zeug mit Hybrid-Antrieb durchgeführt zu ha- ben. Zu diesem Zweck wurde eine Diamond Di- mona – die dabei vom Zweisitzer zum Einsitzer mutierte - so umgebaut, dass ein 45 kW-Elek- tromotor einen normalen Propeller antrieb. Da die Leistung der Brennstoffzelle nicht in allen Flugphasen ausreichte, halfen die an Bord be- findlichen Lithium-Ionen-Batterien für zusätz- liche Energie. Für eine Sensation auf dem Treibstoffsek- tor sorgte die Firma Swift Enterprises aus den USA, die ein Verfahren patentiert hat, bei dem aus Biomasse Flugbenzin zu erzeugen ist. Der Firmeninhaber John Rusek betonte im Gespräch mit Flügel-das Magazin: “Der Herstellungspreis dieses Treibstoffs wird höchstens die Hälfte des Preises von heutigen Erdölprodukten betragen“. Wo sind die Ultraleichten? Auf der Show der Großen tun sich Kleine schwer. Lediglich auf einer kleinen Fläche waren einige ULs zu sehen: die Messerschmitt Me 109 UL, die neue CTLS von Flight Design, die Smaragd FA 01 und FA 03. Auf einem Stand präsentierte sich erstmals mit Musterzulassung die Skylark, vertrieben von dem Berliner Jürgen Pannicke. Doch die UL-Ehre rettete der neue EV Eurostar SL, der im täglichen Flugprogramm mit den Großen fliegen durfte. Marino Boric/bc 11 Die AirForce-Band aus dem diesjährigen Partnerland Indien heizte dem Publikum bei Temperaturen um die 30 Grad noch mehr ein. Boings Hybrid (Brennstoffzelle +LI Batterie) Antrieb: War im Februar bei Madrid in 1000 m Flughöhe unterwegs. Einfach mal Ausruhen: Großes Programm schafft auch die Großen. Die Me 109 UL zeigte auch im Flugprogramm, was sie kann. Flügel 3/08 17